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Qualifizierung im ländlichen Raum

Akademie Mainz

Gerade für die Gastronomie im ländlichen Raum bietet diese Weiterbildung eine besondere Möglichkeit, die eigenen Mitarbeitenden zu qualifizieren.

Digitale Weiterbildung im Beruf Fachkraft im Gastgewerbe

Eine der Branchen, die extrem unter der Pandemie leidet, ist die Gastronomie. Viele angelernte Kräfte haben Angst, ohne Berufsabschluss keine Arbeitsstelle mehr zu finden. Mit der Umgestaltung der modularen Weiterbildung sollen gerade diese Arbeitnehmer*innen unterstützt werden. Quereinsteiger*innen erhalten die Chance gefördert zu werden, auch wenn sie sich nur für ein Modul der Weiterbildung interessieren.

3-4 Monate dauert die Qualifizierung im ersten Modul. Es startet mit einer Theoriephase, in der Sie Vollzeit unterrichtet werden – in der anschließenden Praxis im Betrieb wird das erste Modul erfolgreich abgeschlossen. Aktuell wollen die Verantwortlichen mit Modul II „Service & Counter“ starten. Gerade in diesem Bereich konnten die meisten Kräfte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr arbeiten. Die Inhalte entsprechen denen der Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe.

Modul 1 der Fortbildung startet am 22. Februar

Die digitale Weiterbildung wird von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft angeboten. FAW-Mitarbeiterin Anastasia Eppinger kam hierzu ins Gespräch mit Claudia Hubert vom Hotel & Restaurant Bergschlößchen. Der Simmerner Ausbildungsbetrieb verwöhnt seine Gäste auch in Corona-Zeiten mit einer besonderen Liefer- &Abholspeisekarte und hat das Hotel für Geschäftsreisende geöffnet. Doch war das vergangene Jahr wie für alle Gastronomen keineswegs einfach. 

„Die Idee  an sich ist super“, so Claudia Hubert. Die Geschäftsführerin des traditionsreichen Familienhotels Bergschlößchen denkt darüber nach, mit Mitarbeitenden zu Weiterbildungsmöglichkeiten ins Gespräch zu gehen. Doch Hubert muss ihre Begeisterung auch in Schranken verweisen: „Hätte es das Angebot nicht schon im letzten Jahr geben können? Da wäre es viel leichter umzusetzen gewesen. Wenn wir wieder öffnen dürfen, wohl hoffentlich im Frühjahr, dann können wir keinen Mitarbeiter mehr entbehren". 
Dem kann Anastasia Eppinger nur zustimmen. Das passende Modul der Fortbildung soll am 22. Februar starten. „Verbunden mit unserer Hoffnung auf Öffnung der Betriebe, wäre  da eine begleitende Qualifizierung praktischer“, merkt Hubert an. Doch Arbeitgeber können beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit beantragen, ob die Schulungsgebühr und das Gehalt des Arbeitnehmers in dieser Zeit übernommen werden, wenn die Qualifizierung in Vollzeit erfolgt.

Weitere Module sind für die digitale Umsetzung noch in Arbeit. Für das gewünschte Zertifikat muss die FAW jeweils eine Zulassung beantragen. Das hat auch für die Umsetzung erst im Februar 2021 gesorgt. Die erste Idee bestand schon im April 2020. Aus den langjährigen Erfahrungen in der Teilqualifizierung in Präsenz im Bereich Gastronomie aus den nördlichen Akademien der FAW sollten alle Akademien bundesweit profitieren können.

Dies in eine digitale Form zu bringen, war die Herausforderung. „Die Kolleg*innen haben es so rasch es neben aller anderen Arbeit möglich war, aus dem Boden gestampft. Sie wollten es nicht "holterdipolter" umsetzen, sondern mit Sinn und Verstand eine gelungene digitale Version präsentieren“, so Anastasia Eppinger. Sie verantwortet für die Akademie Mainz alle digitalen Weiterbildungsangebote. Von dort aus werden die Landkreise Rhein-Hunsrück, Birkenfeld, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen unterstützt.

Gut überlegt war der Einstieg in die fünf Module mit dem 2. Modul „Service und Counter“. Das erste Modul „Küche und Buffet“ sowie die anderen Module „Warenwirtschaft“, „Wirtschaftsdienst“ und „Gästebetreuung und Verkaufsförderung“ folgen, sobald die Zertifizierung erfolgt ist.

Zertifikat mit Kompetenzfeststellungsergebnis nach jedem Modul

Selbstverständlich können die Teilnehmenden auch die Ausstattung und die Räume der FAW nutzen, sobald diese wieder öffnen dürfen. So lud sie die Mitarbeitenden des Bergschlößchens ein, sich jederzeit auch an den Standort in Simmern zu wenden. Dann können auch technische und inhaltliche Fragen vor Ort geklärt werden. Auch im Vorfeld sollen sich Interessierte an Frau Eppinger werden. Sie weiß aus Erfahrung, dass oftmals Ängste vor Blended Learning Angeboten bestehen: Bekomme ich das technisch hin, habe ich die passende Ausstattung, ist das nicht zu viel Zeit vor dem Bildschirm, wie komme ich im virtuellen Klassenzimmer zurecht.

Weiterbildungsangebot ohne lange Fahrtwege

„Und dann sind sie von sich selbst überrascht, wie gut es läuft und wie wohl sie sich im virtuellen Klassenzimmer fühlen“, erinnert sich Eppinger. Die Pädagogin  beschreibt noch einen weiteren Vorteil: „Bei einem digitalen Angebot muss nicht eine Mindestteilnehmerzahl erreicht werden, auch in einer ländlichen Region ist eine Teilnahme möglich ohne lange Fahrtwege zu haben.“ Jugendliche im Ausbildungsberuf Fachkraft im Gastgewerbe  

Claudia Hubert weiß aus ihrer langjährigen Erfahrung, wie positiv sich Zertifikate und Abschlüsse auf einen auswirken können: „Der Selbstwert nimmt einfach zu. Man fühlt sich sicherer. Auch als angelernte Kraft fühle ich mich bestätigt in meiner Arbeit. Da kann ich auch leichter mal einem Azubi etwas sagen.“  Anastasia Eppinger verbindet mit den Weiterbildungsangeboten immer eine Erweiterung des eigenen Horizonts und der  Möglichkeiten und nach einer persönlichen Krise geben sie einem Auftrieb.

Anmeldung zur externen Abschlussprüfung durch die IHK

Nach Abschluss aller Module ist eine Anmeldung zur externen Abschlussprüfung durch die IHK möglich. Ob und wann ist Entscheidung des Teilnehmenden. Am 11.02, 25.02. und 09.03 können sich Arbeitgeber digital über die Möglichkeiten der Weiterbildung in der Kurzarbeit im Rahmen des Beschäftigungssicherungsgesetz informieren. Einem Mitarbeitenden eine solche Weiterbildung zu ermöglichen, muss eine wohlüberlegte Entscheidung sein. Keinesfalls ist dies selbstverständlich. Zu vieles muss dabei bedacht werden. Darin waren sich Eppinger und Hubert ebenso einig wie über den Mehrwert des Angebotes.

 

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