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Servicezentren GuT NRW

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SERVICEZENTREN GuT NRW

Herzlich Willkommen bei den Servicezentren für betriebliche Gesundheit und individuelle Teilhabe (GuT) NRW!

Unser Ziel ist es, Menschen und Unternehmen erfolgreich zusammenzubringen. Dabei nehmen wir Arbeit und Gesundheit in den Fokus. Unsere individuellen Leistungen setzen da an, wo das eine dem anderen im Weg steht.

Für Menschen, die bedingt durch Krankheit oder Unfall vor einem Neuanfang stehen, sind wir ein verlässlicher Partner auf dem Weg (zurück) in das Arbeitsleben. Die Selbstbestimmtheit unserer Klient*innen ist oberstes Gebot. Gemeinsam erarbeiten wir die erforderlichen Schritte, damit die Rückkehr ins Berufsleben dauerhaft gelingt. Dabei binden wir die am Prozess beteiligten Partner aktiv ein.

Für die Kostenträger der beruflichen Rehabilitation sind wir ein vertrauenswürdiger und geschätzter Partner im Bereich der individuellen Teilhabeleistungen. Unser multiprofessionelles Beraterteam kümmert sich mit Sachverstand und Herz um Ihr Anliegen und Ihre Versicherten. Dabei fühlen wir uns einem hohen Qualitätsanspruch verpflichtet.

Unternehmen eröffnen wir neue Perspektiven in der Personalarbeit. Wir bringen Sie in Kontakt zu Menschen, die auf Grund ihres Lebensweges ein einzigartiges Paket an Erfahrung und Engagement mitbringen. Wir begleiten Sie und Ihren künftigen Mitarbeiter*innen bis alles passt. Erkrankt ein*e Mitarbeiter*in längerfristig, unterstützen wir Sie mit unseren Leistungen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement.

Für Interessenten

Und plötzlich ist alles anders …

Herr Müller ist von Beruf Dachdecker. Während seiner Arbeit stürzt er von einem Gerüst aus 10 Meter Höhe. Er zieht sich Knochenbrüche und weitere Verletzungen zu und hat seit diesem Tag eine massive Angst vor Höhe. Schon die Vorstellung auf einem Gerüst zu stehen, bereitet ihm Furcht und Herzrasen. Als Dachdecker kann er aufgrund dessen und  wegen bleibender körperlicher Beschwerden nun nicht mehr arbeiten. Herr Müller hat große Zukunftsängste.

Frau Schmitz hatte einen Schlaganfall. Dies ist nun schon über 1 Jahr her.  Noch immer fallen ihr manchmal die richtigen Wörter nicht mehr ein. Als Speditionskauffrau muss sie in der Firma, in der sie seit 20 Jahren arbeitet, viel telefonieren und Termine koordinieren. Sie fühlt sich überfordert und weiß nicht, wie es weitergehen soll.

Wie geht es weiter?

Ein Unfall oder eine chronische Erkrankung kann jeden treffen, unabhängig vom Alter, dem Beruf und der persönlichen Lebenssituation. Nicht selten stellt sich dann die Frage, wie es beruflich weiter gehen soll. Wenn es die gesundheitliche Situation erforderlich macht, gibt es Unterstützung zur Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Dies gilt auch für Menschen, die noch keine Ausbildung abgeschlossen haben.

Im Gesetz werden diese Hilfen unter dem Begriff Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) zusammengefasst.  Sie werden von unterschiedlichen Trägern gefördert. Wer jeweils zuständig ist, hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Bei Arbeits- und Wegeunfällen sind dies die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, z.B. die Berufsgenossenschaften. Diese steuern den gesamten Rehabilitationsprozess, sowohl medizinisch als auch im Hinblick auf eine berufliche und gesellschaftliche Teilhabe.

Den Umfang und die Ziele unserer Unterstützung stimmen wir mit den Leistungsträgern ab.  Dabei stehen Ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt.  Eine Kontaktaufnahme ist ab dem Zeitpunkt sinnvoll, wenn die medizinische Behandlung nicht mehr im Vordergrund steht.

Wir vereinbaren einen unverbindlichen Gesprächstermin zum gegenseitigen Kennenlernen. Dieser findet in einem unserer Büros in der Nähe statt. Aus gesundheitlichen Gründen ist nach Absprache ein Termin in einer Reha-Einrichtung oder bei Ihnen zu Hause möglich. Wir klären Fragen sowie  das Ziel unserer Begleitung und welche Form von Unterstützung in Ihrer beruflichen Rehabilitation sinnvoll ist.

Nachdem wir vom zuständigen Leistungsträger eine Auftragsbestätigung erhalten haben, vereinbaren wir individuelle Termine, um gemeinsam die Schritte auf dem Weg zum Ziel zu erarbeiten. Art und Umfang der Unterstützung sind auf den jeweiligen Klienten*die jeweilige Klientin abgestimmt.

Manchmal bestehen bereits Ideen zum beruflichen (Wieder-) Einstieg, manchmal zeigen wir Alternativen auf. Wichtig ist eine realistische Einschätzung der Fähigkeiten sowie der Bedürfnisse und der Chancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt.

Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir realisierbare berufliche Möglichkeiten und informieren über Voraussetzungen und Inhalte von Berufen und Tätigkeitsfeldern. Zusammen betrachten wir die Perspektiven in Ihrer Region bezüglich betrieblicher Erprobungen, Arbeitsstellen, Weiterbildungen oder Umschulungsplätzen.

Wir helfen Ihnen da, wo es notwendig ist, zum Bespiel bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, der Suche nach Betrieben, dem Vorbereiten von Vorstellungsgesprächen.

Das gemeinsame Ziel ist, dass Sie einen Arbeitsplatz finden, bei dem Sie dauerhaft gesund bleiben. Nach unserer Erfahrung ist es sinnvoll, Stärken und die Belastbarkeit in betrieblicher Wirklichkeit auszuprobieren. Gemeinsam mit dem Betrieb schauen wir uns in einem Praktikum die Arbeitsabläufe an. Wir schätzen ein, was gut gelingt und welche Maßnahmen zur Integration sinnvoll sind, z.B. Schulungen oder Hilfsmittel. So stellen wir sicher, dass die Tätigkeit die richtige ist. 

Für Menschen mit neurologischen Erkrankungen sowie für Menschen mit Traumafolgestörungen bieten wir spezialisierte Angebote. Bei Bedarf und Wunsch arbeiten wir eng mit externen Behandlern zusammen, zum Beispiel Neuropsychologen, Psychotherapeuten oder Logopäden und binden das soziale Umfeld mit ein.

Ihnen wurden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt. Wie geht es nun weiter?

  • Wir vereinbaren wohnortnah einen unverbindlichen Gesprächstermin zum gegenseitigen Kennenlernen.
  • Aus gesundheitlichen Gründen ist nach Absprache auch ein Termin in einer Reha-Eirichtung oder bei Ihnen zu Hause möglich.
  • Wir klären in diesem Termin aufkommende Fragen sowie das Ziel unserer Begleitung und welche Form von Unterstützung für Sie persönlich sinnvoll ist.
  • Nachdem wir vom zuständigen Leistungsträger eine schriftliche Auftragsbestätigung eingeholt haben, vereinbaren wir Einzeltermine, um gemeinsam mit Ihnen, die Schritte auf dem Weg zum Ziel zu erarbeiten.
  • Art und Umfang der Unterstützung sind individuell auf Sie abgestimmt.
  • Selbstverständlich nehmen wir auf bestehende Termine Ihrerseits Rücksicht.

Wie oft finden die Termine statt?

 Je nach individueller Situation und Bedarf. Dies kann einmal wöchentlich sein, jedoch auch seltener oder öfter. Gespräche können wir persönlich oder als Videokonferenz führen.

Werden mir die Fahrtkosten erstattet?

Ja, Sie können Fahrtkosten, die Ihnen im Rahmen der beruflichen Teilhabeleistung entstehen, bei Ihrem Leistungsträger zur Erstattung einreichen. Dazu zählen u.a. Fahrten zur FAW und zurück, Parkgebühren, Fahrten zu Betrieben z.B. zu Vorstellungsgesprächen oder auch Fahrten im Rahmen einer Arbeitserprobung / eines Praktikums.

Und wenn ich noch gar keine beruflichen Ideen habe?

Wir beraten und begleiten individuell Ihre berufliche (Neu-) Orientierung und den Weg zurück in den Beruf:

  • Wir möchten Sie in Gesprächen kennenlernen, um Ihre bisherige berufliche, persönliche und gesundheitliche Lebensgeschichte in die berufliche Rehabilitation einzubeziehen.
  • Wir informieren Sie über unterschiedliche Berufe, deren Zugangsvoraussetzungen und die Ausbildungs- und Arbeitsperspektiven in der Region.
  • Wenn Ihr Leistungsträger es empfiehlt, führen wir eine berufspädagogische-psychologische Eignungsfeststellung mit Ihnen durch. Diese ermittelt Ihre persönlichen Fähig- und Fertigkeiten sowie Interessen und zeigt Ihnen, wohin es beruflich gehen kann – oder wohin besser nicht.
  • Wenn sich dann berufliche Ideen entwickeln, können wir Kontakt zu Unternehmen und Institutionen aufnehmen, bei denen Sie sich betrieblich erproben können. Sie haben so die Möglichkeit, den (Ausbildungs-) Beruf oder die Arbeit praktisch kennenzulernen und dies in Ihre Entscheidung einzubeziehen.
  • Steht das Ziel fest, begleiten wir Sie in allen Aspekten, bis Sie eine Ausbildung/Umschulung, (Kurz-) Qualifizierung oder Arbeit beginnen.

Was wird von mir erwartet?

Aktive Mitwirkung – Der Träger Ihrer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und wir möchten, dass Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten aktiv und zuverlässig am beruflichen Rehabilitationsprozess mitwirken. Bringen Sie Ihre Vorstellungen, Ihre Motivation und Ihr Know-how mit.

Wer nimmt Kontakt zu (Ausbildungs-)Betrieben oder möglichen Arbeitgebern auf?

Wir sprechen mit Ihnen ab, wer den ersten Kontakt zu einem möglichen Arbeitgeber aufnimmt, und entscheiden gemeinsam von Fall zu Fall. Manche Klient*innen fühlen sich sicherer, wenn die erste Kontaktaufnahme zu einem noch fremden Arbeitgeber durch uns erfolgt. Andere Klient*innen haben vielleicht bereits Kontakt zu einem Arbeitgeber, den sie ansprechen möchten; hier hat es sich als sinnvoll erwiesen, dass Sie selbst den persönlichen Kontakt herstellen und an bestehende Verbindungen anknüpfen.

Erfahren die Arbeitgeber von meinem Unfall bzw. meinen Einschränkungen?

Die Erfahrung zeigt, dass ein offener Umgang mit den eigenen Einschränkungen Unsicherheiten am besten abbaut – auf beiden Seiten. Wir beraten Sie gerne, wie viel Information für den Arbeitgeber nötig ist und wie Sie im Gespräch auf Nachfragen reagieren können. Generell gilt: Sie entscheiden, wie viel Sie von sich preisgeben. Wir handeln nicht ohne Ihre Zustimmung.

Ich habe noch regelmäßige Termine, z.B. bei der Physiotherapie. Kann ich die trotzdem weiter wahrnehmen?

Selbstverständlich können Sie Ihre Termine wie z.B. Physiotherapie, andere Therapien oder eine stundenweise Arbeits- und Belastungserprobung bei Ihrem/einem Arbeitgeber weiter wahrnehmen. Da wir individuelle Termine mit Ihnen absprechen, nehmen wir hierauf Rücksicht und stimmen mit Ihnen eine passende Lösung ab. Wenn es notwendig und sinnvoll ist und Sie dies möchten, beziehen wir Ihre Therapeuten, Ärzte oder auch Ihre Angehörigen in die Planung Ihrer beruflichen Reha mit ein. Unsere Gesprächstermine sind nicht ganztägig, sondern in der Regel auf bis zu zwei Stunden begrenzt. Wir können uns auch telefonisch oder in einer Videokonferenz besprechen und dafür Zeitfenster finden.

Herr Richter arbeitet als Triebfahrzeugführer bei einem Bahnunternehmen. Er mag seine Arbeit, doch nach mehreren Personenunfällen fällt es ihm immer schwerer, in den Zug zu steigen. Der letzte Unfall, ein Suizid, ist nun schon mehrere Monate her, und Herr Richter hatte geglaubt, er habe das Erlebte gut verarbeitet. Doch seit einiger Zeit plagen ihn erneut Symptome wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Händezittern und Übelkeit. Immer wieder tauchen Bilder der Unfälle vor seinem inneren Auge auf, die ihn überwältigen.

Zunächst versucht Herr Richter, die Symptome zu verbergen, doch dies belastet nicht nur ihn, sondern auch seine Familie. Er fühlt sich erschöpft, und es fällt ihm zunehmend schwerer, zur Arbeit zu gehen. Immer häufiger meldet er sich krank. Schließlich vertraut er sich der Betriebsärztin an. Diese erklärt ihm, dass seine Symptome auf eine Posttraumatische Belastungsstörung hindeuten, und rät ihm, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Dieser bestätigt die Diagnose. Der Reha-Manager der zuständigen Berufsgenossenschaft wird eingeschaltet und nimmt sodann Kontakt zur Beraterin der FAW-Servicezentren GuT auf.

Im ersten Gespräch mit der FAW-Beraterin ist Herr Richter zwar traurig, dass er seinen Beruf wohl nicht mehr ausüben kann, aber er hat bereits eine Idee. Ursprünglich ist er gelernter Kfz-Mechaniker, und seine Faszination für große Fahrzeuge hat ihn schließlich zur Bahn geführt. Nun fragt er sich, ob er nicht auf seinen erlernten Beruf aufbauen kann. Mithilfe der FAW absolviert Herr Richter eine Arbeitserprobung in einem großen Autohaus, um herauszufinden, ob dieser Weg der richtige für ihn ist. Der Betrieb hat einen positiven Eindruck und würde Herrn Richter gerne einstellen und nachschulen. Herr Richter freut sich über die Anerkennung und bittet sich Bedenkzeit aus. Unter vier Augen äußert er dann seine Zweifel: Die Branche habe sich seit seiner Lehrlingszeit stark verändert, der Leistungsdruck sei immens. Dies traue er sich vor dem Hintergrund seiner Erkrankung nicht mehr zu. Herr Richter schlägt das Angebot aus.

Gemeinsam mit der Beraterin der FAW-Servicezentren GuT entwickelt Herr Richter andere Ideen. Er erkennt, dass es ihm wichtig ist, beruflich mit anderen Menschen zu tun zu haben. Etwas Helfendes und Sinnvolles ist ihm dabei wichtiger, als eine Leistungsorientierung. Herr Richter lernt mithilfe von Berufsinformationen und kurzen Praktika verschiedene Berufe kennen, und allmählich kristallisiert sich ein Weg heraus. Herr Richter interessiert sich schließlich für eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Die notwendigen Voraussetzungen für diesen Beruf bringt er mit. Er hospitiert in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und wird als männliche Bezugsperson im mittleren Alter schnell angenommen. Die Mitarbeiter sind aufgrund seiner warmen, ruhigen und geduldigen Art schnell davon überzeugt, dass der Beruf zu Herrn Richter passt. Auch er selbst fühlt sich in dem neuen Umfeld sehr wohl und freut sich, dass er sein Pflichtpraktikum vor Ausbildungsbeginn dort ableisten darf.

Im Abschlussgespräch hebt Herr Richter hervor, dass es ihm besonders geholfen hat, verschiedene Berufe auszuprobieren und unterschiedliche Bereiche kennenzulernen, so dass er für sich eine informierte Entscheidung treffen konnte.

Frau Walter arbeitet als Friseurin. Ihr Beruf macht ihr große Freude. In letzter Zeit bemerkt sie, dass ihr nach dem Haarefärben häufig die Hände jucken. Mit der Zeit entwickeln sich rote rissige Stellen an den Händen, so dass Frau Walter krankgeschrieben wird. Während der Zeit zu Hause erholt sich ihre Haut, doch sobald sie wieder arbeitet, treten die Symptome wieder auf. Dieser Kreislauf wiederholt sich einige Male, bis bei Frau Walter schließlich eine Allergie auf Friseurchemikalien festgestellt wird. Das bedeutet, dass sie nicht länger als Friseurin arbeiten kann. Ihr Reha-Manager der zuständigen Berufsgenossenschaft nimmt Kontakt mit der Beraterin der FAW-Servicezentren GuT auf.

Als Frau Walter zur FAW kommt, ist sie niedergeschlagen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Sie hat immer gerne als Friseurin gearbeitet. Nun ist es sinnvoll eine Umschulung in einen anderen Beruf zu absolvieren, aber sie weiß noch nicht, welcher Beruf zu ihr passen könnte. Frau Walter ist ratlos und unsicher, mit Ende dreißig einen neuen Weg einzuschlagen.

Eine Berufsinteressentestung bestätigt ihre kreative Seite und ihre ausgeprägte Sozialkompetenz. Frau Walter schildert, dass sie es besonders mochte, ihren Kunden zu einem optimalen Aussehen zu verhelfen. Ihr gefiel die Arbeit mit Menschen und sie mochte die glücklichen Gesichter ihrer Kunden, wenn diese mit ihrer Arbeit zufrieden waren. Gemeinsam prüften Frau Walter und die Reha-Fachkraft der FAW , ob sie mit Frau Walters Allergie vereinbar sind. Frau Walter interessiert sich schließlich für den Beruf der Fachverkäuferin für Textilien und Bekleidung und möchte herausfinden, ob dieser Beruf zu ihr passt. Mithilfe der FAW findet sie einen Praktikumsplatz in einem Modehaus für Damenbekleidung und kann den Beruf so in der Praxis kennenlernen. Dank ihrer langjährigen Erfahrung fällt es Frau Walter leicht, auf die Kundinnen zuzugehen, und ihr Auge für Farben und Formen kann sie bei der typgerechten Beratung gut einbringen. Die Inhaberin ist sehr angetan von Frau Walters zugewandter, kundenorientierter Art und ihrer freundlichen und kompetenten Beratung. Sie ist sehr interessiert, Frau Walter als Umschülerin einzustellen.

Um einen erfolgreichen Abschluss sicherzustellen, unterstützt die FAW im Auftrag der Berufsgenossenschaft Frau Walter auch während der Umschulung. Durch den regelmäßigen Kontakt mit Berufsschule und Betrieb werden Schwierigkeiten rechtzeitig erkannt und aus dem Weg geräumt, z.B. durch begleitenden Stützunterricht in kaufmännischen Fächern.

Frau Walter freut sich, dass sie einen neuen Beruf gefunden hat, in dem sie viele ihrer bewährten Fähigkeiten und Kompetenzen auch weiterhin nutzen kann.

Für Auftraggeber

Die Zufriedenheit unserer Kunden ist uns das Wichtigste.

Wir bieten Ihnen passgenaue Angebote bei hoher Kostentransparenz und größtmöglicher Flexibilität. Der Einstieg ist jederzeit möglich, Intensität und Ziele am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet. Zu jedem Zeitpunkt lassen sich Leistungen modifizieren.

Wir setzen auf wohnortnahe Beratung und Begleitung und ergänzen diese durch virtuelle Termine. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, digitale Qualifizierungsangebote zu nutzen.

Ziel unserer Leistungen im Reha-Management ist die dauerhafte (Wieder-) Eingliederung in das Erwerbsleben. Dabei orientieren wir uns am regionalen Arbeitsmarkt. Wir berücksichtigen die Kontextfaktoren, in denen die Klient*innen leben und bieten Leistungen zur sozialen Teilhabe an. Durch eine Nachbetreuung am Arbeitsplatz stellen wir den langfristigen Erfolg sicher.

Sprechen Sie uns an: Gerne gehen wir gemeinsam mit Ihnen neue Wege.

Wir arbeiten im Unternehmensverbund mit unseren FAW Akademien und dem TagesTrainingsZentrum (TTZ) in NRW:

Akademie Aachen
Akademie Bielefeld 
Akademie Düsseldorf   
Akademie Köln
Akademie Paderborn
TagesTrainingsZentrum (TTZ) Kamen

 

Grafik zum Case-Management-ModellUnser Leistungsportfolio richten wir am Case-Management-Modell aus:

Erstkontakt

Auftragsklärung auf Grundlage eines Interviews zu den entscheidungsrelevanten Bereichen, Dokumentenanalyse, Erarbeitung einer Empfehlung und Angebotserstellung            

    Assessment
    Auftragsbezogene Feststellung der Kontextfaktoren nach ICF mit Hilfe qualifizierter Anamnese- und Diagnostik-Bausteine:

    • Interview
    • Berufspädagogische Testung
    • Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
    • Psychologische Leistungstestung
    • Grunddiagnostik "Lernen lernen"
    • Erhebung weiterer Merkmale wie Motivation, sozialer Kompetenzen, Belastung durch Schmerzen u.a.
    • Berufszielfindung und Belastungserprobung
    • Analyse des Arbeitsmarktes
    • Begleitung der stufenweisen Wiedereingliederung


    Planung

    • Berufswegplanung
    • Erstellung des Interventionsplan


    Intervention
    Bewerbungscoaching

    • Integrationsvorbereitende Kompetenztrainings
    • Training berufsbezogener Grundkompetenzen
    • Lern-Methodik-Training
    • Praktika zur betrieblichen Einarbeitung / Integration
    • Teil- / Anpassungsqualifizierung
    • Ausbildung / Umschulung
    • Individuelles Vermittlungsmanagement
    • Im Einzelfall notwendige Hilfen (z.B. Krisenintervention, psychologische Begleitung, Unterstützungsleistungen durch Netzwerkpartner)
    • Individuelle Zusatzleistungen (z.B. Stabilisierung, soziale Teilhabe)


    Ergebnisprüfung

    • Regelmäßige Reflexionsgespräche zur Überprüfung der Wirksamkeit der Interventionen im Hinblick auf den Auftrag
    • ggf. Nachsteuerung bzw. Re-Assessment
    • Verlaufsberichte


    Evaluation
    Messung von Erfolgs- und Qualitätskriterien:

    • Überprüfung der Zielerreichung bezogen auf den Auftrag
    • Nachhaltigkeit: Integrationserfolg nach 6 Monaten
    • Kundenzufriedenheit

    Für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (MeH) sowie Menschen mit Traumafolgestörungen bündeln wir unser zielgruppenspezifisches Know-how in unseren Kompetenzzentren.

    Durch die frühzeitige Einbindung unmittelbar nach medizinischer Stabilisierung werden Versorgungslücken vermieden. Medizinische, soziale und berufliche Rehabilitation erfolgen je nach Zielsetzung alternierend sowie zeitlich parallel.

    Gemeinsamer Aufbau eines Hilfesystems für Ihre Versicherten, ihr soziales und berufliches Umfeld, Unterstützung durch Peer Counceler sind möglich. Profitieren Sie von unserer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unterschiedlichen medizinisch-therapeutischen sowie sozialen Professionen in regionalen Netzwerken.

    Im Fokus steht das selbstbestimmte Leben der Versicherten sowie deren Teilhabe in allen Bereichen. Ggf. organisieren wir selbstständiges Wohnen, Assistenzleistungen, Therapien. In Absprache mit Ihnen begleiten wir Ihre Versicherten in gewohnter, häuslicher Umgebung.

    Wir führen Arbeitserprobungen mit langsamer Steigerung der Häufigkeit/ Belastungsdauer durch und bieten Jobcoaching am betrieblichen Arbeitsplatz an. Dabei arbeiten wir bei Bedarf eng mit externen Therapeuten zusammen.

    Wir stehen Ihren Versicherten zur Seite: Psychoedukative Arbeit, Training zur Überwindung von Ängsten und Vermeidungsverhalten, Krisenintervention sind dabei wichtige Bausteine.

    Mit Menschen mit erworbenen neurologischen Beeinträchtigungen trainieren wir außerdem kognitive Leistungen und soziale Kompetenzen. Wir erarbeiten gemeinsam Kompensationsstrategien.

    Wir begleiten fachlich fundiert Klient*innen mit neurogenen Beeinträchtigungen der Kommunikation (Bsp. Aphasie, Dysarthrie).

    Mit den FAW-Einrichtungen TagesTrainingsZentrum (TTZ) Kamen und TagesTrainingsZentrum (TTZ) Oschatz bieten wir ein teilambulantes Ergänzungskonzept für Klienten mit neurologischen Erkrankungen, die zunächst noch einen umfassenden Stabilisierungs- und Trainingsbedarf haben. Eine begleitete Wohnunterbringung ist möglich.

    Wir arbeiten auf der Grundlage von Definition, Selbstverständnis und den Qualitätsstandards JobcoachingAP des Qualitätsnetzwerks JobcoachingAP der BAG UB. Im Bereich JobcoachingAP werden ausschließlich Fachkräfte eingesetzt, die nach den gültigen Richtlinien JobcoachingAP arbeiten.

    Unser Profil zum Jobcoaching am Arbeitsplatz

    Seit wann besteht unser Angebot JobcoachingAP im Bereich Arbeitsplatzsicherung?
    Das JobcoachingAP in Zusammenarbeit mit verschiedenen Integrationsfachdiensten und der örtlichen Fachstelle für (schwer-) behinderte Menschen im Arbeitsleben bieten wir seit 2018 im Rheinland an.

    Eine individuelle Begleitung am Arbeitsplatz führt die FAW gGmbH bereits seit 2001 im Rahmen ambulanter beruflicher Teilhabeleistungen durch. Seit 2010 sind wir darüber hinaus Anbieter des externes betrieblichen Fallmanagements (BEM).

    Für welche/n Personenkreis/e bieten wir JobcoachingAP an bzw. wer ist Nutzer*in von JobcoachingAP im Bereich Arbeitsplatzsicherung?
    Wir bieten JobcoachingAP für verschiedene Behinderungsformen an, z.B. für Menschen mit seelischen Erkrankungen oder körperlichen Behinderungen. Besondere Expertise haben wir für Menschen mit Verletzungen des Gehirns bzw. neurologischen Erkrankungen im Arbeitsleben, z.B. nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Tumorerkrankungen, bei Multiple Sklerose, Parkinson etc. Wir verfügen über neurokompetentes Fachwissen, auch bezogen auf Kommunikationsmöglichkeiten, z.B. bei Aphasie, Dysarthrophonie, Sprechapraxie oder durch Anwendung von Methoden der Unterstützten Kommunikation.

    Ansprechpartnerinnen

    Unsere Ansprechpartnerinnen für JobcoachingAP im Bereich Arbeitsplatzsicherung (Region Aachen, Köln, Düsseldorf und Umland)

    Daniela Päßler-van Rey
    Telefon: 0171 2127838
    E-Mail: daniela.paessler-van-rey@faw.de

    Weitere Fachkraft: Christina Benstöm
    Telefon: 0171 2127838
    E-Mail: christina.benstoem@faw.de

    Qualifikationen

    Spezifische Qualifikationen unserer Fachkräfte, die JobcoachingAP im Bereich Arbeitsplatzsicherung anwenden:

    Daniela Päßler-van Rey: neurokompetetes JobcoachingAP seit 2018, JobcoachAP (LVR/DVE e.V., in Weiterbildung, Abschluss 11/2021), Rehabilitationsfachkraft (2013), Dipl.-Lehr- und Forschungslogopädin (2006), Logopädin (Bc.) (2000) / Kompetenzzentrumsleiterin für die berufliche Integration von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (MeH) NRW in der FAW gGmbH

    Christina Benstöm: Rehabilitationsfachkraft (2013), Spezialisierung MeH, Dipl.-Pädagogin (2011) / Kompetenzzentrumsleiterin für die berufliche Integration von Menschen mit Traumafolgestörungen NRW in der FAW gGmbH

     

    Wie stellen wir die Unterstützung im Betrieb und am Arbeitsplatz im Bereich Arbeitsplatzsicherung sicher?
    Unsere Begleitung findet im Wesentlichen am Arbeitsplatz der Klienten statt. Aktuelle Entwicklungen der Arbeitswelt, wie Homeoffice oder digitale Arbeitsformen (Bsp. Videokonferenzen) werden je nach betrieblichen Anforderungen integriert. Der Jobcoach nimmt eine allparteiliche Haltung im betrieblichen System ein. Er hilft den am Prozess Beteiligten (Klient*in, Kolleg*innen, Vorgesetzte) dabei, eigenständig Lösungen für Veränderungswünsche zu entwickeln. Seine Vorgehensweise ist dabei stets wertschätzend und ressourcenorientiert. Während des Jobcoachings steht der Jobcoach im Austausch mit dem Integrationsfachdienst und der örtlichen Fürsorgestelle.

    Nutzen und Erfolge unseres Angebots JobcoachingAP im Bereich Arbeitsplatzsicherung
    Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Nutzen eines Jobcoachings am Arbeitsplatz sehr hoch ist. Durch die Integration des JobcoachesAP in die betrieblichen Abläufe werden andere Perspektiven eingebracht mit dem Blick auf die Potentiale des gesamten betrieblichen Systems. Die Beteiligten werden befähigt, sich eigener Ressourcen bewusster zu werden und diese zur Lösung von Veränderungswünschen zu nutzen. Häufig werden auf diese Weise Beschäftigungsverhältnisse erhalten, welche ohne die Unterstützung eines JobcoachesAP beendet worden wären, zum Beispiel weil sie dauerhaft nicht der Gesundheit des Klienten entsprochen hätten. Auch wenn durch ein Jobcoaching der Arbeitsplatz ggf. nicht gesichert werden kann, so lassen sich neue Wege beruflicher Teilhabe aufzeigen.

    Für Betriebe

    Als Servicezentren für betriebliche Gesundheit und individuelle Teilhabe (GuT) NRW der Fortbildungsakademie der Wirtschaft sind wir Partner der Betriebe. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu sichern.

    Wenn Ihr Mitarbeiter nach längerer Krankheit wieder ins Arbeitsleben einsteigt, begleiten wir die stufenweise Wiedereingliederung am Arbeitsplatz. Außerdem beraten wir Sie zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) und betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

    Wir bringen Betriebe und Menschen passend miteinander in Kontakt, die z.B. nach einem Unfall oder einer Berufskrankheit den Wiedereinstieg ins Berufsleben anstreben. Dies bedeutet für beide Seiten einen Gewinn. Wir beraten auch zu finanziellen Unterstützungsleistungen.

    Als erfahrener Prozessbegleiter entwickeln wir mit Ihnen individuelle Lösungen. Unser Beraterteam ist in ganz NRW tätig.

    Herr Kopsch ist kaufmännischer Leiter in einem Bedachungsgroßhandel. Er erhält einen Anruf von den FAW Servicezentren GuT NRW, mit der Frage nach „einem betrieblichen Umschulungsplatz für einen Rehabilitanden“. Der Betrieb ist ausbildungsberechtigt, aber Herr Kopsch ist sich nicht sicher, denn damit hat er bislang keine Erfahrung. Er erfährt von Herrn S., einem gelernten Dachdeckergesellen, der nach einem Arbeitsunfall eine kaufmännische Ausbildung anstrebt.

    Die betriebliche Umschulung wird in diesem Fall von der Berufsgenossenschaft finanziert, welche die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für Herrn S. trägt. Die FAW Servicezentren GuT NRW handeln in deren Auftrag.

    In einem unverbindlichen Praktikum hat der Betrieb die Möglichkeit, Herrn S. zunächst in der täglichen Arbeit kennenlernen, um festzustellen, ob eine Zusammenarbeit für beide Partner gewinnbringend wäre. Es zeigt sich, dass Herr S. als gelernter Dachdeckergeselle ein kompetenter Ansprechpartner für die Kunden ist. Außerdem zahlen sich seine Lebens- und Berufserfahrung aus. Herr Kopsch entscheidet sich deshalb dafür, Herrn S. einen Umschulungsplatz anzubieten.

    Da die Berufsgenossenschaft für diese Kosten aufkommt, muss der Betrieb weder eine Ausbildungsvergütung noch Prüfungsgebühren entrichten. Herr S. wird während der 24-monatigen Umschulung durch die FAW Servicezentren GuT NRW unterstützt. Sie bereiten die vertraglichen Vereinbarungen mit der Kammer vor, halten den Kontakt zur Berufsschule, zum Betrieb und zur Berufsgenossenschaft und organisieren begleitenden Fachunterricht in prüfungsrelevanten Themen. So wird Herr S. von Anfang an optimal auf die Prüfungen vorbereitet. Regelmäßige Gespräche im Betrieb sichern den Umschulungserfolg für alle Beteiligten.

    Der metallverarbeitende Betrieb Kremer sucht seit längerem einen CNC-Fräser. Auf die Stellenausschreibung meldet sich auch Herr B.. Er kommt aus der KFZ-Branche und hat viele Jahre als Mechatroniker gearbeitet. Über die Qualifikation als CNC-Fräser verfügt er nicht. Er muss sich beruflich neu orientieren, weil er auf Grund eines Unfalls körperlich nicht mehr so belastbar ist. Der Betrieb ist skeptisch, bittet aber um aussagekräftige Unterlagen.

    Aus der Bewerbung geht hervor, dass Herr B. im Rahmen der „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)“ von den FAW Servicezentren GuT NRW unterstützt wird. Verschiedene Maßnahmen sind möglich, damit Herr B. wieder beruflich Fuß fasst. Diese werden vom zuständigen Rehabilitationsträger und in dessen Auftrag finanziert und durch die FAW Servicezentren GuT NRW begleitet:

    • In einer Arbeitserprobung kann der Betrieb Herrn B. kennenlernen, seine fachliche Eignung prüfen und entscheiden, ob er als neuer Mitarbeiter in Frage kommt.
    • Ist die Eignung gegeben, kann Herr B. die finanzierte Qualifizierung zum CNC-Fräser absolvieren und parallel im Betrieb ein Praktikum machen. Dadurch verzahnen sich arbeitsplatzbezogen Theorie und Praxis.
    • Nach dem erfolgreichen Abschluss der Qualifizierung kann die Einarbeitung von Herrn B. begleitet werden, um beispielsweise technische Anpassungen, wie eine Stehhilfe o.ä. vorzunehmen.  

    Eine Arbeitserprobung ist somit für beide Seiten von Vorteil: Der Betrieb stellt seine fachliche Expertise zur Verfügung und verhilft dadurch Herrn B. zu einer beruflichen Perspektive. Im Gegenzug kann er die vakante Stelle mit einem neuen Mitarbeiter besetzen, den er vorab kennenlernen und auf die betrieblichen Anforderungen hin qualifizieren konnte. Die FAW Servicezentren GuT NRW tragen dafür Sorge, dass der beschriebene Weg zielorientiert und erfolgreich für alle Beteiligten beschritten wird.

    Die stufenweise Wiedereingliederung, oft auch "Hamburger Modell" genannt, soll arbeitsunfähigen Beschäftigten ermöglichen, sich schrittweise wieder an die bisherige Arbeitsbelastung zu gewöhnen. Sie wird vom Arzt in Abstimmung mit Patient und Arbeitgeber verordnet und soll nach längerer Krankheit den Wiedereinstieg in den alten Beruf erleichtern. Die stufenweise Wiedereingliederung ist eine Maßnahme der medizinischen Rehabilitation.

    Voraussetzung für eine stufenweise Wiedereingliederung ist eine ausreichende Belastbarkeit und die Prognose, dass die stufenweise Eingliederung wieder zur Herstellung der Arbeitsfähigkeit am alten Arbeitsplatz führen wird. Arbeitgeber sind in der Regel verpflichtet, nach längerer Erkrankung die Rückkehr an den Arbeitsplatz im Wege einer ärztlich empfohlenen stufenweisen Wiedereingliederung zu ermöglichen. Das gilt vor allem dann, wenn die stufenweise Wiedereingliederung im Rahmen eines BEM-Verfahrens als Maßnahme festgelegt wurde.

    Der Büromaterialhersteller König bietet seinem langjährigen Mitarbeiter Herrn M. Betriebliches Eingliederungsmanagement an. Er soll nach einem Schlaganfall an seinen Arbeitsplatz als Außendienstmitarbeiter zurückkehren. Auf Grund des Krankheitsbildes und der unklaren Perspektive wendet sich der Betrieb an die FAW Servicezentren GuT NRW mit der Bitte um Beratung.

    Die FAW Servicezentren GuT NRW eruieren Handlungsmöglichkeiten und bieten Unterstützung bei der Koordinierung von professionellen Hilfeleistungen. Sie sind auch spezialisiert auf die Begleitung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Die Beraterin schlägt vor, zunächst mit einer Situationsanalyse am Arbeitsplatz zu beginnen.

    Diese ergibt, dass Herr M. als Folge des Schlaganfalls Schwierigkeiten hat, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Er benötigt mehr Zeit, um seine Aufgaben durchzuführen. Dem Termindruck hält er nicht mehr Stand. Außerdem unterlaufen ihm vermehrt Fehler bei seinen täglichen Aufgaben. Er fühlt sich überfordert mit den beruflichen Anforderungen. Die Stressauslöser im Berufsalltag werden reflektiert und Kompensationsstrategien erarbeitet.

    Der Betrieb wird von den FAW Servicezentren GuT NRW zu gesundheitsfördernden Maßnahmen beraten, um die Leistungsfähigkeit von Herrn M. zu verbessern.  Alle Beteiligten einigen sich auf ein gemeinsames Vorgehen. Die geplanten Schritte werden dokumentiert.

    Die FAW Servicezentren GuT NRW beraten darüber hinaus zu finanziellen Fördermöglichkeiten durch externe BEM-Akteure, wie z. B. der Rentenversicherung, der Berufsgenossenschaft oder dem Inklusionsamt.
     

    Multimedia-Reportage über das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) der FAW

    Die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) unterstützt das Klinikum Bad Bramstedt, wenn Mitarbeiter längere Zeit ausfallen. Drei Geschichten zeigen, wie der Weg aus der Krise gelingt.

    Zur FAW-Pageflow-Reportage

    Sie möchten in Ihrem Unternehmen Fehlzeiten verringern, die Motivation Ihrer Mitarbeiter erhöhen, Qualität und Produktivität verbessern? Das Thema "Mitarbeiter-Gesundheit" spielt angesichts wachsenden Leistungsdrucks und des demographischen Wandels eine immer wichtigere Rolle!

    Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der FAW sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter gut und gerne arbeiten – jetzt und in Zukunft. Dazu verknüpft die FAW ihre Kompetenz in beruflicher Rehabilitation, Gesundheit und Prävention mit praxiserprobten wissenschaftlichen Konzepten für die betriebliche Gesundheit.

    Die Erfolge:

    • Nachhaltige Verbesserung der körperlichen und psychischen Gesundheit
    • Höhere Zufriedenheit und Motivation
    • Optimierung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsumfelds
    • Verbesserung in der Führungsarbeit
    • Vermittlung von Kompetenzen, Fertigkeiten und Fähigkeiten

    „Externe Mitarbeiterberatung (EAP)“ ist darauf gerichtet, aktuelle persönliche Belastungen am Arbeitsplatz oder im familiären Umfeld aufzufangen und Handlungs- bzw. Lösungsmöglichkeiten zu finden.

    Bei Problemstellungen außerhalb des Arbeitsplatzes sind Arbeitgebern häufig Grenzen gesetzt, die wir auffangen können, um der Gesamtsituation des Mitarbeiters Rechnung tragen und ihn ganzheitlich unterstützen zu können. Bei komplexen Problemlagen (z. B. Sucht, familiäre Probleme, Pflege, Schulden oder psychische Erkrankungen) leiten wir an spezialisierte beratende Institutionen weiter. Wir vermitteln in das wohnortnahe Hilfe- und Versorgungsnetzwerk, z.B. Pflegestützpunkte, Selbsthilfegruppen oder zu unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB).

    Ziel ist stets, die Arbeitsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter zu erhalten und ihre  Zufriedenheit nachhaltig zu erhöhen. Unsere Beratung erfolgt immer unter Wahrung der Anonymität und kann je nach Bedarf telefonisch oder in persönlichen Gesprächen stattfinden.

    Unsere Weiterbildungsangebote

    Wie gehe ich professionell mit traumatisierten Mitarbeitern um?

    Durch das Erleben oder Miterleben von traumatischen Situationen, z.B. einen Unfall, gewalttägigen Übergriff oder Überfall können Menschen eine Traumafolgestörung entwickeln. Häufig treten dann Symptome auf, die sich auf die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz auswirken. Eine solche traumatische Situation kann jedem jederzeit passieren, ohne dass wir darauf Einfluss nehmen können - in der Freizeit, auf der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg.

    Was ist nach einem solchen Vorfall zu tun? Woran erkenne ich, dass ein Mitarbeiter möglicherweise betroffen ist? Was ist bei der Rückkehr in den Betrieb zu beachten? Und: welche Präventivmaßnahmen können im Vorfeld ergriffen werden, um traumatische Erlebnisse am Arbeitsplatz zu verhindern oder bei Bedarf rechtzeitig und angemessen zu reagieren?

    Im Praxisworkshop werden die Symptome von Traumafolgestörungen und ihre Auswirkung auf die Arbeitstätigkeit vorgestellt. Sie lernen, welche Handlungsinstrumente Ihnen zur Verfügung stehen, aber auch wo die Grenzen Ihrer Unterstützungsmöglichkeiten liegen. Außerdem erfahren Sie, welche Präventivmaßnahmen installiert werden können.

    Termin auf Anfrage
    Ort: FAW gGmbH, Hollestr. 7a, 45127 Essen

    Infoblatt & Anmeldeformular (pdf, 70 KB)

    Auswirkungen und Unterstützung für betroffene Mitarbeiter

    Jedes Jahr erleiden immer mehr Menschen einen Schlaganfall. Viele von ihnen stehen mitten im Berufsleben, denn längst betrifft dies zunehmend Jüngere. Hinzu kommen Schädel-Hirn-Traumata, verursacht durch Unfälle im Straßenverkehr, in der Freizeit oder bei Ausübung des Berufs.

    Verletzungen des Gehirns wirken sich individuell sehr unterschiedlich aus. Die Beeinträchtigungen sind von außen mitunter schwer erkennbar und zeigen sich erst im Umgang mit den Betroffenen. Folgen, wie z.B. Schwierigkeiten in der Konzentration, im Gedächtnis, der Planungsfähigkeit oder in der Sprache können die Leistungsfähigkeit jedoch stark beeinträchtigen.

    Dieses Seminar vermittelt Ihnen das Wissen über mögliche Auswirkungen einer Hirnschädigung und einen adäquaten Umgang damit. Es zeigt Ihnen zahlreiche Möglichkeiten der Unterstützung auf, die sowohl die Arbeit als auch das soziale Umfeld betreffen. Eine neurologische Erkrankung kann jeden treffen – jederzeit.

    Termin auf Anfrage
    Ort: FAW gGmbH, Akademie Köln

    Infoblatt & Anmeldeformular (pdf, 70 KB)

    Wenn ein Mensch geht, bleibt etwas von ihm zurück: Dinge, die er besessen hat, Menschen, die seinen Weg begleitet haben. Soziale Verbindungen, die dann nicht mehr fortbestehen und eine Wirkung haben auf jeden, der Teil des Systems war. Was macht es mit uns, wenn der Tod eines Klienten oder eines Kollegen durch eigene Hand geschieht? Wie können Führungskräfte die Rückkehr in den betrieblichen Alltag unterstützen? Woran erkenne ich, dass sich ein Klient oder ein Kollege mit Suizidgedanken trägt? Welche Verantwortung und welche Möglichkeiten bestehen im beruflichen Kontext zu helfen? Das Praxisseminar gibt einen fachlichen Überblick und lädt dazu ein, das Thema Suizid(alität) besprechbar zu machen. Ein erster und ganz wesentlicher Schritt!

    Termin auf Anfrage
    Ort: FAW gGmbH, Bonner Str. 324, 50968 Köln

    Infoblatt & Anmeldeformular (pdf, 70 KB)

    Video „Ressourcenorientierte Eignungsfeststellung“

    Dieses Video ist extern gehostet (YouTube, Vimeo, bbw-Videobackend) und sendet nur Daten, wenn Sie das Vorschaubild anklicken.

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    Unsere Standorte

    Über uns

    Wir unterstützen Menschen nach deren Unfällen oder Erkrankungen bei der Rückkehr ins Berufsleben wohnortnah in ganz NRW. Dieses Ziel vor Augen, nehmen wir das selbstbestimmte Leben sowie die Teilhabe in allen Bereichen in den Fokus.

    Unsere Tätigkeitsfelder sind die berufliche Rehabilitation und die betriebliche Gesundheit. Unser multiprofessionelles Team besteht aus 15 BeraterInnen mit langjähriger Berufserfahrung. Wir sind Rehabilitationsfachkräfte, AusbilderInnen, TrainerInnen und Coaches, PädagogInnen und SozialpädagogInnen, PsychologInnen, SozialwissenschaftlerInnen, LogopädInnen sowie Reha- und SportwissenschaftlerInnen.

    In der komplexen Situation einer beruflichen (Neu-)Orientierung beraten, begleiten und handeln wir vor diesem Hintergrund entsprechend erfahren und interdisziplinär. Wir sind Experten für Berufswegeplanung und Integration. Wir vernetzen die Akteure aus medizinischer und beruflicher Rehabilitation. Den Teilhabeplanungsprozess bereichern wir durch unser Wissen über die regionalen Wirtschaftsstrukturen und den lokalen Arbeitsmarkt.

    Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

     

     

     

    Ihre Ansprechpartner*innen

    Anja Hultsch

    Leiterin Servicezentren GuT NRW

    Telefon: 0221 37640-63
    E-Mail: sz-gut-nrw@faw.de

    Aachen

    Karola Schuh

    Telefon: 0241 44593-17
    E-Mail: sz-gut-aachen@faw.de

    Aachen

    Jacqueline Gränz

    Telefon: 0241 44593-15
    E-Mail: sz-gut-aachen@faw.de

    Bielefeld

    Elisabeth Bröker

    Telefon: 0521 52192-55
    E-Mail: sz-gut-bielefeld@faw.de

    Bielefeld

    Dr. Stephanie Glassl

    Telefon: 0521 52192-24
    E-Mail: sz-gut-bielefeld@faw.de

    Detmold

    Stephanie Glassl

    Telefon: 0521 52192-24
    E-Mail: sz-gut-detmold@faw.de

    Dortmund & Düsseldorf

    Domenica Wriegt

    Telefon: 0231 9205-55
    E-Mail: sz-gut-dortmund@faw.de

    Düsseldorf

    Christina Benstöm

    Telefon: 0211 179378-14
    E-Mail: sz-gut-duesseldorf@faw.de

    Köln

    Nadine Geuke

    Telefon: 0221 37640-95
    E-Mail: sz-gut-koeln@faw.de

    Köln

    Tina Klügel

    Telefon: 0221 37640-94
    E-Mail: sz-gut-koeln@faw.de

    Köln

    Ursula Kurten

    Telefon: 0221 37640-94
    E-Mail: sz-gut-koeln@faw.de

    Lippstadt

    Anja Köpper

    Telefon: 02941 93344-13
    E-Mail: sz-gut-lippstadt@faw.de

    Münster

    Iris Dertwinkel

    Telefon: 0251 703768-11
    E-Mail: sz-gut-muenster@faw.de

    Münster

    Elena Martens

    Telefon: 0251 703768-24
    E-Mail: sz-gut-muenster@faw.de

    Paderborn

    Janine Barwinsky

    Telefon: 05251 14287-143
    E-Mail: sz-gut-paderborn@faw.de

    Solingen

    Dorothée Peekhaus-Kaup

    Telefon: 0212 26708-25
    E-Mail: sz-gut-solingen@faw.de

    Wesel

    Cigdem Baki

    Telefon: 0281 1649402-2
    E-Mail: sz-gut-wesel@faw.de

    Downloads

    Flyer Reha-Management (pdf, 229 KB)

    Flyer BGM (pdf, 2 MB)

    Flyer Jobcoaching (pdf, 590 KB)

    Flyer Testungen (pdf, 260 KB)