Navigation überspringen

faw.de  Pfeil nach rechts Aktuelles Pfeil nach rechts 300 Gäste bei Tagung „Smarte Inklusion“

300 Gäste bei Tagung „Smarte Inklusion“

faw Aktuell

Wie kann Digitalisierung Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die FAW seit drei Jahren als Teil des Projekts „Smarte Inklusion“. Die Tagung „SmarteInklusion – Teilhabe durch Digitalisierung in der Arbeitswelt“ gab jetzt Einblicke in das interdisziplinäre Vorhaben. 

Wie groß die Erwartungen an die Verknüpfung von digitaler Technologie und Inklusion sind, zeigte das große Interesse an der hybrid umgesetzten ganztägigen Veranstaltung. Rund 300 Gäste waren online dabei, während die Vertreter*innen des Projektes mit den Gast-Referent*innen an der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel in Präsenz tagten. 

Drei Personen auf der Bühne
Björn Hagen, Leiter Fachbereich Reha, im Gespräch mit Jelena Huisinkveld
(TTZ Kamen) und Jasmin Aust (DRK-inkluzivo).
Guppenfoto der Akteure
Das Steuerungsteam des Projektes „Smarte Inklusion“ von Ostfalia Hochschule,
FAW, DRK-inkluzivo Wolfenbüttel und HASOMED GmbH.

 

Technisch im Mittelpunkt der Tagung wie auch des gesamten Projektes stand die App RehaGoal und ihre Weiterentwicklung. Die App setzen die Projektpartner ein, um Menschen mit Behinderung im Training, der Planung oder Durchführung von Handlungsabläufen zu unterstützen. Schritt für Schritt führt die App durch den jeweiligen Arbeitsprozess.

App RehaGoal im TTZ Kamen im Einsatz

Über ihre praktische Anwendung in der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen berichteten Monika Versmann und Jelena Huisikveld vom TagesTrainingsZentrums (TTZ) Kamen der FAW. „Die RehaGoal-App unterstützt die Rehabilitanden im Arbeitsalltag, sie ist aber auch Teil der Therapie“, so TTZ-Leiterin Monika Versmann. „Als Ergotherapeutin begleite ich die Klienten vom Abbilden des Workflows in der App bis zur Anwendung im Arbeitsprozess. Insofern ist sie auch ein therapeutisches Instrument“, beschreibt Jelena Huisikveld ihre positiven Erfahrungen mit RehaGoal.

Eine Bewertung, die auch das „Team Wissenschaft“ des Projekts untermauert. Eine Entwicklungsgruppe der Ostfalia-Hochschule beschäftigt sich z.B. damit, wie die App mit Elementen aus der Welt der Spiele (Gamification) dazu beitragen kann, die Motivation der User zu steigern und die Trainingsprozesse zu verbessern. 

Gerade solche neuen Erkenntnisse und Querverbindungen wie die aus dem Bereich der Gamification sieht Björn Hagen, Fachbereichsleiter Reha der FAW und zugleich einer der Moderatoren der Tagung, als Vorzüge des interdisziplinären Ansatzes von „Smarte Inklusion“. Hagen betonte, dass es wichtig sei, auch weiter mit Forschungseinrichtungen und entwickelnden Unternehmen für mehr Inklusion im Arbeitsleben „gemeinsame Sache zu machen“. In verschiedenen anderen Projekten habe man so ebenfalls positive Erfahrungen gesammelt. Der interdisziplinäre Ansatz solle deshalb auch über die Laufzeit des Projektes hinaus das Engagement der FAW in der Inklusion flankieren.

Digitalisierung für Teilhabe wird konkret greifbar

Während der Tagung weiteten mehrere Fachvorträge und Workshops über den Schwerpunkt des Projektes hinaus den Blick auf z.B. die digitale Entwicklung in der Arbeitswelt (Sabrina Inez Weller, Bundesinstitut für Berufsbildung) oder zur Digitalisierung in Einrichtungen der Behindertenhilfe (Vanessa Heitplatz, TU Dortmund). Dass Inklusion nicht nur eine sozialpolitische Aufgabe, sondern auch betriebswirtschaftlich sinnvoll sei, hob Cordula Miosga, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig, hervor: „Menschen mit Behinderungen stellen ein großes Fachkräfte-Potenzial dar. Vielfalt verbessert das Arbeitsklima. Inklusion ist im ureigenen Interesse der Unternehmen. Immer mehr Arbeitgeber erkennen dieses Potenzial“, so Miosga.

„Digitalisierung im Kontext von Inklusion bleibt hier kein abstrakter Begriff, sondern wird ganz konkret in der Anwendung greifbar“, zieht Björn Hagen das Fazit der Tagung. Am Ende der Veranstaltung herrschte Konsens, dass Digitalisierung die berufliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen fördern kann. „Es existieren digitale Methoden, deren Integration am Arbeitsplatz wichtig ist,“ so Uwe Rump-Kahl von der DRK-inkluzivo. „Es geht erst langsam los, aber ich bin überzeugt, dass diese digitalen Mittel die Zukunft sein werden.“

Zur Projektseite
www.smarte-inklusion.de

Zum TTZ Kamen
www.faw-btz.de

DIESE BEITRÄGE KÖNNTEN SIE AUCH INTERESSIEREN

Fotomontage Person und Grafik mit Text (Fachvortrag, 13.03.2026, didacta Köln, Ulrike Weber, Fachbereichsleiterin Erwachsene)

Perspektive für Menschen ohne Berufsabschluss: Teilqualifizierung als Türöffner

faw Aktuell , Teilqualifizierungen (TQ) bieten Erwachsenen die Möglichkeit, berufliche Kompetenzen in kurzen, aufeinander aufbauenden Modulen zu erwerben – bis hin zum anerkannten Berufsabschluss.

Illustration: Bildschirm mit Warnhinweis „System HACKED“ und Logos der faw, Zukunftszentren und Zukunftszentrum Brandenburg.

Save the Date: Cyberkriminalität – Das LKA zieht Bilanz

faw Cottbus , Wie sicher sind Brandenburger Betriebe wirklich? Das Zukunftszentrum Brandenburg lädt ein.

Zwei Personen im Gespräch. Symbolbild Betriebliche*r Suchtberater*in

Ausbildung Betriebliche*r Suchtberater*in

faw Aktuell , Am 10. März 2026 startet in Essen wieder die Qualifizierung zum*zur Betriebliche*n Suchtberater*in!

Qualitätssiegel des Instituts EuPD Research: Top Brand Corporate Health 2021-2026

Die faw ist erneut ausgezeichneter BGM-Dienstleister

faw Aktuell , Die faw berät und qualifiziert bundesweit Unternehmen im Bereich Gesundheit und Prävention. Bereits seit 2021 wurde sie jährlich für ihre Angebote im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) als „Top Brand“ ausgezeichnet.

Impressionen der Feier zum 40-jährigen Jubiläum der faw in Aachen am 09.01.2026

40 Jahre faw – Aachen feiert und eröffnet Standort in Düren

40 Jahre faw , Die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (faw) Aachen feierte am 9. Januar gleich zwei Meilensteine: die Eröffnung ihres neuen Standorts in Düren-Birkesdorf sowie das 40-jährige Bestehen der faw. Die faw wurde 1986 in Köln…

Grafik mit zwei Sprechblasen und dem Jahr 2026 darin, darunter der Text "#RehaDialog"

#RehaDialog 2026

faw Aktuell , Seit vielen Jahren bringt das Veranstaltungsformat „faw RehaDialog“ Fachpraxis, Expertise und Austausch auf Augenhöhe rund um die Berufliche Rehabilitation zusammen. Unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten – Teilhabe flexibel…

Symbolbild 40 Jahre faw: Eine Collage aus Polaroid-Fotos, die Menschen in verschiedenen Situationen mitten im Leben zeigen

40 Jahre faw – Arbeit, die Leben verändert

40 Jahre faw , 2026 feiert die faw ihr 40-jähriges Bestehen mit Feiern an ihren Standorten. Jede wird einzigartig sein und gleichzeitig zeigen, was uns verbindet: „Arbeit, die Leben verändert.“ So lautet das Motto, das den Kern unserer Arbeit…

Mitarbeitende des Projekts „Vorbildlich in Führung gehen!“ beim Beiratstreffen in Köln

Beiratstreffen des Projekts „Vorbildlich in Führung gehen!“

faw Aktuell , Am 6. November 2025 hat sich der Beirat von „Vorbildlich in Führung gehen! Mit Role Models Inklusion in Arbeit stärken“ zu seiner dritten Sitzung mit dem Projektteam getroffen. Die von Dr. Jana F. Bauer moderierte Beiratssitzung…

Gruppenfoto in der Werkstatt mit MdL Nadine Graßmel, faw-Team und AGH-Teilnehmenden am Standort Luckau.

Willkommener Besuch: Nadine Graßmel bei der faw in Luckau

faw Cottbus , Landtagsabgeordnete besichtigt den Standort Luckau und zeigt die Wichtigkeit dieser und ähnlicher Einrichtungen und deren Angebote auf.

Beispielfoto: Vor einem gut gefüllten Gemüseregal hält eine lächelnde Verkäuferin eine Kiste rote Paprika in den Händen.

Erfolgreich gestartet: TQplus Verkäufer*in im Raum Köln

faw Köln , Mit viel Motivation starten unsere Teilnehmenden in die Teilqualifizierung TQplus Verkäufer*in – Kassiertätigkeiten und Warensortiment mit Zusatzqualifikation Feinkost. Wir wünschen allen Beteiligten einen erfolgreichen Start.

Weitere Beiträge finden Sie in Aktuelles