Die Teilnehmenden der BVB Reha hatten sich im Vorfeld intensiv mit dem Thema „Rassismus in der queeren Szene“ auseinandergesetzt und daraus ein eigenes Impro-Theaterstück entwickelt.
Vor rund 20 Zuschauenden präsentierten die jungen Erwachsenen drei selbst erarbeitete Szenen, die auf persönlichen Erfahrungen basierten. Die Darstellungen machten deutlich, wie Rassismus auch in Räumen auftreten kann, die für Offenheit und Antidiskriminierung stehen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Teilnehmenden das Thema Intersektionalität bewusst in den Mittelpunkt stellten: Sie zeigten, wie verschiedene Diskriminierungsformen – etwa aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität – sich überschneiden und verstärken können. Dadurch wurde sichtbar, wie komplex und vielschichtig Ausgrenzungserfahrungen für die queere Community sein können. Trotz der ernsten Thematik gelang es den Darstellenden, die Szenen kreativ, zugänglich und zugleich tiefgründig aufzubereiten. Die authentischen Einblicke berührten das Publikum spürbar. Im Anschluss entwickelte sich eine offene Diskussion, in der viele der Anwesenden eigene Aha-Momente teilten und über bisher unbemerkte Formen von Diskriminierung reflektierten. Besonders erfreulich: Aus der anschließenden offenen Austauschrunde entstanden spannende Kontakte zwischen Zuschauenden und Beteiligten – so vielversprechend, dass daraus aktuell sogar ein konkretes Folgeprojekt geplant wird.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und ein starkes Beispiel dafür, wie künstlerische Ausdrucksformen gesellschaftliche Themen sichtbar machen und wichtige Dialoge anstoßen können. Ein herzlicher Dank gilt den Teilnehmenden der BVB Reha für ihr Engagement, ihren Mut und ihren wertvollen Beitrag zu den Aktionswochen gegen Rassismus.