Navigation überspringen

faw.de  Pfeil nach rechts Aktuelles Pfeil nach rechts Corona & Digitalisierung

Corona & Digitalisierung

faw Aktuell

Die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) und die Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) haben auf Einladung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) an einem Erfahrungsaustausch der Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation teilgenommen. Unter dem Titel „Corona und Digitalisierung“ sprachen Expert*innen der beruflichen Rehabilitation über ihre Erfahrungen im Zuge der Pandemie – vor allem aber über die Perspektiven.

Die Pandemie hat der Digitalisierung einen bisher nie dagewesenen Schub versetzt. Für die Berufliche Rehabilitation wirkt sich dies v.a. in zwei Bereichen aus: Es verändern sich die Anforderungen der Arbeitswelt, die zunehmend digitales Know-how verlangt, gleichzeitig erweitern sich die Möglichkeiten und Prozesse der beruflichen Rehabilitation selbst.

Individuelle Bedürfnisse und Ziele an erster Stelle

Porträtbild Björn Hagen
Björn Hagen, Fachbereichsleiter Reha der FAW
(Foto: Michael Rabenstein / FAW)

„Es ist unheimlich viel passiert, einen solchen Digitalisierungsschub hätte es ohne die Pandemie nicht gegeben,“ sagt Björn Hagen, Fachbereichsleiter Reha der FAW.

Bestehende digitale Möglichkeiten wurden schneller weiterentwickelt und neue kamen hinzu. Jetzt komme es darauf an, sie richtig anzuwenden. Für ihn bedeutet die Pandemie vor allem eine „Übung in Flexibilität“, eine gute Gelegenheit, gewohnte Prozesse zu hinterfragen und zu verbessern. So ermöglicht die durch die digitale Kommunikation gewonnene zeitliche und räumliche Flexibilität, auch auf individuelle Bedürfnisse der Rehabilitand*innen und betriebliche Anforderungen besser einzugehen.

Xenia Rechner, stellv. Leiterin des Fachbereichs Rehabilitation der FAW, erinnerte in ihrem Impuls-Vortrag „Kompetenzen für eine hybride Welt“ daran, dass Digitalisierung „weder Selbstzweck noch per se ein Fortschritt“ sei, gute Bildung und Förderung müsse immer zuerst am individuellen Ziel ausgerichtet die Inhalte der Förderung definieren – und erst dann die Methoden und den Medieneinsatz. Was dies in der Praxis bedeutet, erläuterte sie am Beispiel des digitalen Jobcoachings. Kernaufgabe und mitunter Gratwanderung hierbei: das stimmige Ausloten von Umfang und Intensität der Unterstützung.

Teaserbild: Porträtaufnahme Catherina Raubal
Catharina Raubal, Leiterin Produktmanagement Rehabilitation der bfz

Vor allem werde es darauf ankommen, digitale und analoge Elemente gemeinsam neu auszutarieren, so Catharina Raubal, Leiterin Produktmanagement Rehabilitation der bfz. Sie warf in ihrem Impulsvortrag „Wie gelingt künftig Digitalisierung in der beruflichen Reha?“ einen Blick in die Zukunft. „Die persönliche Entwicklung, die individuelle Begleitung bei besonderen Problemlagen, die sich aus Behinderung und Beeinträchtigung ergeben, dürfen nicht vernachlässigt werden,“ so Catharina Raubal. Dazu zähle auch die stärkere Entwicklung von passenderen digitalen Werkzeugen für Menschen mit kognitiven, geistigen Einschränkungen, z. B. die Nutzung von sprachgesteuerten Systemen.

Schritt für Schritt: Online-Tools unterstützen

Über eine solche Entwicklung konnte Xenia Rechner berichten. Die von der Ostfalia Hochschule in Zusammenarbeit mit dem TagesTrainingsZentrum Kamen der FAW entwickelte Reha Goal App ermöglicht Menschen mit kognitiven Defiziten, schrittweise komplexe Tätigkeiten auszuführen und gleichzeitig zu trainieren.

Chancen und Herausforderungen der mit der Pandemie einhergehenden verstärkten Distanzangebote aus der Praxis der ambulanten beruflichen Rehabilitation für Menschen mit Sinnes- und Menschen mit Lernbehinderung verdeutlichte der Vortrag von Vera Trocha von der FAW Bielefeld.

Den Teilnehmenden des dortigen Integrationsprojekts für gehörlose Menschen kam die Umstellung auf Online-Tools entgegen, weil ihre Community bereits vor der Pandemie über Online-Tools kommunizierte. In der Unterstützten Beschäftigung (UB) bedeutete die Umstellung auf virtuelle Kommunikation eine Herausforderung: „Um den Anschluss zu den Teilnehmenden nicht zu verlieren, war täglicher Kontakt nötig. Niedrigschwellige Distanzformate, z.B. per Smartphone, haben es ermöglicht.“

Als „wertvolles Austauschforum“ sieht Björn Hagen die BMAS-Veranstaltung in der Rückschau. Es sei gut und wichtig, miteinander dazu im Kontakt zu bleiben. „Als Vertreter der ambulanten beruflichen Reha waren wir schon vor der Pandemie in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt“, so Catharina Raubal. „Auch in Zukunft bleibt das Thema extrem wichtig und es liegt eine spannende Zeit vor uns. Wir freuen uns, sie mitgestalten zu können.“

DIESE BEITRÄGE KÖNNTEN SIE AUCH INTERESSIEREN

Foto: Blick auf die feiernde Gesellschaft an Bord bei untergehender Sonne.

Jubiläums-Schifffahrt 2026 auf der Spree

faw Aktuell , Ihr 10-jähriges Jubiläum feierten rund 100 Kolleg*innen bei der traditionellen Jubiläums-Schifffahrt der faw auf der Spree in Berlin. Diesmal waren die Kolleginnen und Kollegen dabei, die 2015 und 2016 ihre Arbeit für die faw…

Fachtagung „Beschäftigte fördern – Starke Unternehmen morgen“

Fachtagung „Beschäftigte fördern – Starke Unternehmen morgen“

faw Aktuell , Am 30. Juni fand in Düsseldorf die Fachtagung „Beschäftigte fördern – Starke Unternehmen morgen“ statt. Eingeladen hatte das Projekt „ZenaB – Zugänge in eine existenzsichernde und nachhaltige Beschäftigung“ der faw und des BWNRW.

Zwei Personen im Gespräch. Symbolbild Betriebliche*r Suchtberater*in

Ausbildung Betriebliche*r Suchtberater*in – Noch Plätze frei

faw Aktuell , Am 8. September 2026 startet in Essen wieder die Qualifizierung zum*zur Betriebliche*n Suchtberater*in. Melden Sie sich jetzt für die noch verfügbaren Plätze an!

Grafik mit zwei Sprechblasen und dem Jahr 2026 darin, darunter der Text "#RehaDialog"

„Gut vernetzt“ – RehaDialog 2026 im Bereich West abgeschlossen

faw Aktuell , Die Veranstaltung in Köln bildet den Abschluss der diesjährigen Staffel des RehaDialogs im Bereich West.

Grafische Abbildung des Messestandes der faw. Rechts eine Mitarbeitende am Messetisch, daneben ein Aufsteller samt Prospekten sowie Stehtisch und Stühle.

Karriere nach der Bundeswehr: Die faw auf der 21. SOLDATA

faw Aktuell , Bildungs- und Berufsmöglichkeiten nach der Bundeswehr – ehemalige Soldatinnen und Soldaten haben sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Symbolbild Mediation: Ein Strick reißt

Ausbildung Betriebliche*r Mediator*in – Jetzt anmelden!

faw Aktuell , Konflikte haben stets Auswirkungen auf Mitarbeitende im Betrieb. Wenn das Betriebsklima leidet und die Prozesse nicht mehr reibungslos laufen, besteht Handlungsbedarf. Hier setzen Betriebliche Mediator*innen an.

Gruppenfoto der Teilnehmer*innen der Teilqualifikation Verkäufer*in im Treppenhaus.

Feierlicher Abschluss einer TQplus 1 an der faw Köln

faw Köln , Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Teilqualifikation Verkäufer*in mit Zusatzqualifikation Feinkost, Schwerpunkt Kassiertätigkeiten und Warensortiment (TQ1plus) feierlich verabschiedet.

Ulrike Weber (faw) hält einen Fachvortrag zum Thema Teilqualifizierungen auf der Bildungsmesse didacta

Teilqualifizierung als Türöffner: faw-Fachvortrag auf der didacta

faw Aktuell , Auf der didacta erläuterte Ulrike Weber, Fachbereichsleiterin Erwachsene der faw, die Bedeutung von Teilqualifizierungen. Ein Thema, das in Zeiten von Fachkräftemangel und wachsender Qualifizierungsbedarfe aktueller denn je ist.

Eine Collage zum RehaDialog der faw Mainz im Jubiläumsjahr (40 Jahre faw)

RehaDialog 2026 in Mainz – Fachveranstaltung im Zeichen von „40 Jahre faw“

40 Jahre faw , Am 5. März 2026 lud die faw Mainz zum RehaDialog ein – einem seit vielen Jahren etablierten Fachformat der faw, das den Austausch mit Reha-Expert*innen und Netzwerkpartnern kontinuierlich stärkt. In diesem Jahr fand die…

Beispielfoto: Fünf Personen in medizinischer Arbeitskleidung stehen im Halbkreis u. blicken lächelnd in die Kamera.

In Etappen zur medizinischen Fachangestellten (MFA) – mit Teilqualifizierung

faw Plauen , Die Teilqualifikation 1 bietet einen praxisorientierten Einstieg in das Berufsfeld der medizinischen Fachangestellten. Inhalte sind Laborarbeiten, Wundversorgung und Assistenz bei chirurgischen Eingriffen.

Weitere Beiträge finden Sie in Aktuelles