BRAFO
Das Projekt BRAFO – BERUFSWAHL RICHTIG ANGEHEN FRÜHZEITIG ORIENTIEREN ist eine Initiative zur frühzeitigen Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klassen an Sekundar-, Gesamt- und Förderschulen des Landes Sachsen-Anhalt.

Mit dem Landesberufsorientierungsprogramm „BRAFO – Berufswahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt, des Ministeriums für Bildung Sachsen-Anhalt und der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit wird das Ziel verfolgt, die Herausbildung der Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler ab dem 7. Schuljahrgang an Sekundar-, Gesamt- und Förderschulen des Landes Sachsen-Anhalt zu erhöhen.
Der Lebenswelt- und Tätigkeitsansatz bildet dabei die inhaltliche Basis der fünf BRAFO-Strukturelemente, die aufeinander aufbauen und die Ergebnisse der vorherigen Abschnitte berücksichtigen.
Das Programm wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Landes Sachsen-Anhalt sowie aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und im Rahmen der Initiative Bildungsketten umgesetzt.
Die BRAFO wird an unserem Hauptstandort in Merseburg, in unserer Außenstelle in Halle (Saale) sowie bei unserem Kooperationspartner dem IBLM e.V. in Leuna umgesetzt.
Strukturelement I: Kompetenz- und Interessenerkundung
Das Element I startet im 2. Schulhalbjahr der Klasse 7 mit einer 5-tägigen Interessenerkundung. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich in 4 von 12 Tätigkeitsfeldern in den Praxisräumen der faw gGmbH sowie des IBLM e.V. auszutesten:
I. Lebenswelt: Mensch und Natur / Technik – Durchführung am Standort Leuna
1. fertigen, verarbeiten, reparieren und Maschinen steuern
2. Pflanzen anbauen / Tiere züchten
3. Recycling, Rohstoffe gewinnen, entsorgen und reinigen
II. Lebenswelt: Mensch und Mitmenschen – Durchführung an den Standorten Halle und Merseburg
4. gesundheitlich / sozial helfen, pflegen; medizinisch/ kosmetisch behandeln
5. erziehen, ausbilden und lehren
6. sichern, schützen / Straßenverkehr regeln
III. Lebenswelt: Mensch und Kultur – Durchführung an den Standorten Halle und Merseburg
7. werben, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
8. bewirten, beherbergen und Speisen bereiten
9. künstlerisch, journalistisch und unterhaltend tätig sein
IV. Lebenswelt: Mensch und Information / Wissen – Durchführung am Standort Leuna
10. elektronische Datenverarbeitung / erstellen von Zeichnungen, beraten und informieren
11. einkaufen / verkaufen, kassieren und sortieren, packen, beladen
12. messen, prüfen, erproben und kontrollieren
Mit der Kompetenzerkundung am 6. Tag an der Schule und dem anschließenden Auswertungsgespräch, endet das Strukturelement I und es folgt der Übergang in das Strukturelement II.
Strukturelement II: „Betriebserkundung“ oder „Werkstatttage“:
Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse /1. Schulhalbjahr, die eine konkrete Vorstellung von möglichen Ausbildungsberufen entwickelt haben, realisieren eine Betriebserkundung. Sie sollen über die Betriebserkundung dabei unterstützt werden, frühzeitig Einblicke in die reale Arbeitswelt zu erhalten.
Die Schülerinnen und Schüler, dieser Klassenstufe, die noch unsicher sind, können ihre ersten Erkenntnisse der beruflichen Orientierung aus Strukturelement I bei den Werkstatttagen weiter vertiefen und ihre Berufswünsche konkretisieren. Die Durchführung der Werkstatttage erfolgt am Hauptstandort in Merseburg, in unserer Außenstelle Halle (Saale) sowie beim IBLM e.V. am Standort Leuna.
Strukturelement IV: „Kompetenzfeststellung und Selbsterkundungstool“
Im Mittelpunkt des Elemente IV im 1. Schulhalbjahr der Klasse 9 steht ein interaktiver Interessen- und Kompetenztest mit dem Erkundungstool „Check-U“ der Bundesagentur für Arbeit. Ziel ist es, Interessen, Stärken und Potenziale in einem interaktiven Prozess sichtbar zu machen. Als Ergebnis erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Kompetenzprofil, welches es ihnen ermöglicht, wesentlich klarer ihre Stärken und Potentiale zu erkennen und einen konkreten Bezug zu Ausbildungsberufen herzustellen.
