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Aktuelles aus der FAW

Zahnärztin und drei Angestellte in der Praxis.

Dr. Marianela von Schuler Alarcón (links) und ihr Team / Foto: Manfred Otto-Albrecht, FAW

"Ohne BIHA hätten wir das nie geschafft!"

03.12.2013

Ausbildungsprojekt hörbehinderter Azubis wird ausgezeichnet – Nur alle fünf Jahre wird in Hamburg der mit insgesamt 20.000 € dotierte Senator-Neumann-Preis verliehen für besonders innovative und nachhaltige Projekte der Teilhabe behinderter Menschen.

In diesem Jahr geht der Preis unter anderem an die venezolanische Zahnärztin Marianela von Schuler Alarcón. Sie hat, zunächst im MVZ Dentologicum, das Projekt IN DEAF MED entwickelt, das sie jetzt in eigener Praxis fortführt und das eine inklusive zahnmedizinische Versorgung für gehörlose Menschen aufbaut. Dabei wird sie vom Hamburger FAW-Projekt BIHA umfassend unterstützt.

Projekt IN DEAF MED entwickelt inklusive zahnmedizinische Versorgung für gehörlose Menschen

Mit dem Erlernen der Gebärdensprache schuf sie zunächst selbst die Basis für eine bundesweit einmalige zahnmedizinische Versorgung für gehörlose Menschen, die heute zum Teil hunderte von Kilometern aus ganz Deutschland anreisen. Dann hat sie, ebenfalls erstmalig in ganz Deutschland, mit der Ausbildung von gleich zwei gehörlosen bzw. hörbehinderten jungen Frauen zur Zahnmedizinsichen Fachangestellten begonnen. Jetzt entwickelt sie ein Gebärdensprachlexikon für zahnmedizinische Fachbegriffe, baut eine eigene Modellpraxis auf, will Fortbildungen in Gebärdensprache in das Studium der Zahnmedizin integrieren und andere Zahnarztpraxen dafür gewinnen, sich ebenfalls zu engagieren.

Seit über einem Jahr kümmert sich BIHA als Schaltzentrale um die Zusammenarbeit mit Integrationsamt, Assistenzdienstleistern, Gebärdensprachdolmetschern, Gehörlosenverband, Berufsschule, Zahnärztekammer und weiteren Akteuren.

Im Festsaal des Hamburger Rathauses erhielten jetzt Marianela von Schuler Alarcón und das MVZ Dentologicum den Senator-Neumann-Preis aus den Händen von Senator Scheele. "Nur selten wird der Gedanke der Inklusion so vollständig verstanden und so nachhaltig umgesetzt wie in diesem Projekt", hieß es in der Laudatio.

Beim abschließenden Get-together bedankten sich die Preisträger überglücklich und stolz beim Projekt BIHA: "Ohne Sie würden wir definitiv nicht hier stehen".

Gespannt sein dürfen wir jetzt auf das 12. Plauener Rehasymposium am 25. und 26. Februar 2014, denn dort wird sich das Projekt IN DEAF MED präsentieren und von seinen Schwierigkeiten und Erfolgen berichten.

Kontakt:

Manfred Otto-Albrecht

Projekt Wirtschaft inklusiv für die BAG abR e.V.

Mail: manfred.otto-albrecht@faw.de