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TTZ Oschatz - TagesTrainingsZentrum Oschatz

TagesTrainingsZentrum (TTZ) Oschatz der FAW gGmbH

Ansprechpartnerin: Steffi Flux

Lutherstraße 20
04758 Oschatz

Telefon: 03435 67320-13
Telefax: 03435 67320-40

Mail: steffi.flux@faw.de

Und so kommen Sie zu uns ...

Erfolge, die Mut machen

Eileen R. bei der aktiven Stützübung

Eileen R. bei der aktiven Stützübung

Gehtraining mit Hilfsmittel

Gehtraining mit Hilfsmittel

Eileen R. kam im April 2014 nach über 36 Monaten Klinikaufenthalt in Folge eines schweren Verkehrsunfalls ins TTZ Oschatz. Mit unerschütterlicher Willenskraft hatte sie bis dahin wieder gelernt, selbständig zu atmen und zu schlucken, ohne Kopfstütze zu sitzen und zu sprechen. Allein gehen kann die junge Frau noch nicht wieder und ist somit unsere erste Klientin im Rollstuhl.
Im Rahmen der sozialen Teilhabe steht zunächst die intensive Förderung in den Dimensionen Motorik (trotz Stützkorsett verminderte Rumpfstabilität mit Hemiparese, Ataxie rechtsseitig), Kommunikationsfähigkeit (Defizite in Hörfähigkeit sowie Sprache) und alltagspraktische Selbstversorgung (Nahrungszubereitung, Mobilität, Toilettengang etc.) im Vordergrund ihres individuell ausgerichteten Trainingsprogramms. Bereits innerhalb der dreimonatigen Eingangsphase konnte Eileen R. auf diese Weise deutliche Fortschritte in ihrer körperlichen Funktionsfähigkeit wie auch sozialen Interaktionsfähigkeit erreichen. 

"Der Schildkrötenkopf ist jetzt weg", stellt die ehemalige Physiotherapie-Auszubildende stolz und mit einem Schmunzeln fest und zeigt dabei eine vom Rundrücken in eine aufrechte Sitzposition gewandelte Haltung. Damit gewinnt Eileen R. nicht nur ein Stück Normalität, sondern verfügt durch ein vergrößertes Lungenvolumen zugleich über eine verbesserte Sprechfähigkeit. Auch den Toilettengang bewältigt sie inzwischen ohne Hilfe, was ihren Assistenzbedarf erheblich verringert – und kann bereits 8 Sekunden frei stehen. 

Die größte Freude bereiten Eileen R. ihre Fortschritte im Steh- und Gehtraining: Sie kann bereits bis zu 8 Sekunden frei stehen, angelehnt über mehrere Minuten, und ist in der Lage, auf zwei Handläufe gestützt selbständig bis zu 20 Schritte zu gehen. Aktuell trainiert die ehemalige Sportlerin das Gehen auf dem Laufband und am Rollator.

Mit Ehrgeiz, Mut und Konsequenz erkämpft sich Eileen R. Stück für Stück ihre Selbständigkeit und Lebensqualität zurück und behält dabei ihre Ziele fest im Blick: "Ich will laufen lernen – ganz allein, will ein bisschen arbeiten und dann will ich heiraten!"

Wir freuen uns, Eileen R. auf ihrem Weg begleiten und unterstützen zu dürfen und wünschen uns gemeinsam noch viele Erfolge, weiterhin viel Kraft für unser Training und dass sie sich bei all den Herausforderungen ihre Zuversicht und Freude am Leben bewahrt!

Bereits im Gründungsjahr 2008 konnten zwei unserer Klienten nach wenigen Trainingsmonaten im TTZ erfolgreich sozial und beruflich eingegliedert werden. 

Herr K. fasste an seinem bisherigen Arbeitsplatz wieder Fuß. Durch seine wiedererlangte Belastbarkeit, soziale Kompetenz und Fahrtauglichkeit ist er heute in der Lage, an fünf Tagen in der Woche für 30 Stunden zu arbeiten. Seine Ehefrau schickte ans TTZ ein Dankesschreiben.

Für Herrn B. konnte der Pflegebedarf reduziert werden. Auf sein selbständiges Wohnen in einer eigenen Zweiraumwohnung ist er sehr stolz. Durch seine ganzheitliche Stabilisierung kann er inzwischen an drei Tagen in der Woche für 2 bis 3 Stunden einer ehrenamtlichen Tätigkeit im kaufmännischen Bereich nachgehen. Damit fühlt er sich gesellschaftlich gebraucht und anerkannt.

Für zwei unserer Klienten gab es am Freitag, den 11.9.2009, eine feierliche Abschlussrunde im TTZ mit allen Mitarbeitern und Klienten.
Beide Klienten haben ihr Ziel, die Integration in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis regulär nach 16 Monaten intensivem Training erreicht. Darüber freuen wir uns besonders und wünschen ihnen alles Gute, Gesundheit und Erfolg auf ihrem weiteren Weg zurück ins Arbeitsleben. Hier einige persönliche Abschlussworte von ihnen:

Herr J.: "Sein eigenes Ziel finden, das ist das Wichtigste von allem. Manchmal auf Umwegen oder direkt – die Hauptsache ist, es nicht aus den Augen zu verlieren. Auch sollte man für sich die Latte nicht zu hoch hängen! Psychisch sehr belastend war, sich einzugestehen, dass durch die Krankheit nicht mehr das geht, was einmal war. Aber jeder einzelne Erfolg – auch der anderen Klienten im TTZ – ist sehr berührend gewesen. Wichtig war auch, über Themen streiten zu können, um zu Lösungen zu kommen, um Kompromisse zu finden, damit kein Stillstand entsteht. Das Beste, das in Deutschland passiert ist, dass Menschen, die nichts dafür können hirngeschädigt zu sein, nicht fallen gelassen werden. Das TTZ ist Hilfe – zurück – in ein neues Leben."

Herr H.: "Meine eigenen Grenzen erkennen, einsehen und dann zu akzeptieren, das ist immer noch das Schwerste. Was aber auch dazugehört ist das Verständnis des Arbeitgebers und des Kostenträgers – ohne dieses geht es nicht. Das Zusammenspiel von Arbeitgeber, Kostenträger und TagesTrainingsZentrum muss passen. Bei mir hat es gepasst.
Meine Frau war von Anfang an das A und O, sie hat dafür gesorgt, dass ich bis hierher ins TTZ gekommen bin und dass ich es in Arbeit geschafft habe. Ohne ihre Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen. Gut ist es, wenn andere sich in die Lage des Betroffenen hinein versetzen können, bevor Entscheidungen getroffen werden. Mein Rehaberater von der BG hat gut für mich entschieden – mit dem TTZ."

Einer unserer jüngsten Klienten konnte während einer dreimonatigen Förderung durch die Arbeitsagentur im Rahmen der Stufe I des TTZ auf eine Berufsausbildung im Berufsbildungswerk (BBW) Dresden vorbereitet werden. Auch ihm wünschen wir weiterhin viel Mut, Durchhaltevermögen und einen gesteigerten Antrieb, um sich den neuen Herausforderungen jeden Tag aufs Neue stellen zu können.

Inzwischen haben wir erfahren, dass jeder einzelne Klient seinen persönlichen Erfolg mit unserer Hilfe neu definieren lernt. Nicht immer gelingt die Arbeitsaufnahme im ersten Arbeitsmarkt. Dann heißt es Alternativen suchen und Sinn finden, in dem, was noch oder wieder möglich ist. In diesem Sinne wünschen wir allen Betroffenen und ihren Angehörigen viel Mut und Kraft, Hoffnung und Zuversicht für all die noch bevorstehenden Herausforderungen.

Bei unseren Auftraggebern, unseren langjährigen und neu gefundenen Praxisunternehmen, unseren Partnern aus Medizin und Therapie sowie bei allen unterstützenden Angehörigen, Freunden und Netzwerkpartnern bedanken wir uns ganz herzlich für die sehr kooperative, verständnisvolle und effiziente Zusammenarbeit.