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"Traumjob verwirklicht" – Ukrainerin nutzt ihre Chance zum beruflichen Aufstieg

v. li. n. re.: Hartmut Pfuhland (FAW-Jobcoach), Khrystyna Khusid und Johann Schmitt (Akademieleiter der FAW Mainz).

v. li. n. re.: Hartmut Pfuhland (FAW-Jobcoach), Khrystyna Khusid und Johann Schmitt (Akademieleiter der FAW Mainz).

Die gebürtige Ukrainerin Khrystyna Khusid hat an dem Angebot  AViBA der Akademie Mainz teilgenommen und arbeitet jetzt selbst als Psychologin in der FAW. AViBA steht für "Maßnahme zur Vermittlung mit intensiver Betreuung und Anwesenheitspflicht" – ein von der Agentur für Arbeit Mainz initiiertes und finanziertes Angebot für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende mit dem Ziel beruflicher Integration.

"Als ich vor einem Jahr meine Teilnahme in der AviBA-Maßnahme bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft begann, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich heute dort eine Arbeitsstelle als Psychologin habe", freut sich  Khrystyna Khusid über ihre gelungene berufliche Neuorientierung.

Für die gebürtige Ukrainerin war zu Beginn eine kaufmännische Ausbildung das berufliche Ziel. Bisher war sie seit ihrer Einreise nach Deutschland im Jahr 2004 als Altenpflegehelferin und Servicekraft tätig. Gesundheitliche Gründe machten einen beruflichen Kurswechsel notwendig. 

Tatsächlich ergab sich für die junge Frau bald die Möglichkeit, eine betriebliche Ausbildung zur Kauffrau im Versicherungswesen zu absolvieren. Im Rahmen der Erstellung eines persönlichen Kompetenzprofils mit FAW-Bewerbungscoach Hartmut Pfuhland stellte sich heraus, dass Khrystyna Khusid noch weitreichendere berufliche Möglichkeiten offenstehen. 

In ihrer Heimat hatte die 34-jährige Psychologie und Grundschulpädagogik studiert und in beiden Fächern ein Diplom erworben.

"Dass diese Studienabschlüsse auch in Deutschland anerkannt werden können, war mir in all den Jahren nie bewusst", schildert sie.

FAW-Mitarbeiter Hartmut Pfuhland unterstützte sie tatkräftig bei den Formalitäten zur Anerkennung der akademischen Titel. Die junge Ukrainerin entschied sich gegen die in Aussicht stehende Berufsausbildung, um ihren Traum einer Tätigkeit als Psychologin weiterzuverfolgen. Parallel zum Anerkennungsverfahren nahm sie eine Arbeit als kaufmännische Assistentin in einem Möbelhaus an. 

Im März 2014 hatte Khrystyna Khusid endlich die schriftliche Bestätigung, dass ihr Abschluss in Psychologie einem in Deutschland gültigen Diplom entsprach. "Ich begann mit der Suche nach einer Stelle mit einer psychologischen Tätigkeit und stieß auf eine, deren Anforderungen genau zu mir passten. Ich blickte auf den Arbeitgeber und musste schmunzeln – es handelte sich um die FAW", erinnert sich Khrystyna Khusid. 

Zum 1. Juli 2014 trat die Psychologin die Arbeitsstelle an und betreut dort jugendliche Azubis im Rahmen der außerbetrieblichen Ausbildung.

"So schließt sich der Kreis. Jetzt bin ich wieder dort angekommen, wo alles begann – allerdings in neuer Rolle", so ihr positives Fazit.