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Pressemitteilung - Plauen 24.10.2012

Plauen, 24.10.2012

"Plötzlich anders" und "Zurück ins Leben"

Filmuraufführung anlässlich des Plauener Rehasymposium

Plötzlich anders – Teilhabe für Menschen mit erworbener Hirnschädigung war das Thema des 11. Plauener Rehasymposiums, zu dem die FAW gGmbH, Akademie Plauen am 23. und 24. Oktober mehr als 130 Teilnehmer und Gäste aus ganz Deutschland begrüßen konnte.

Anneliese Ring, 2. Beigeordnete des Landrats und Schirmherrin der Fachtagung eröffnete mit ihren Grußworten die Tagung. Diese war gleichzeitig die Auftaktveranstaltung der Woche der Begegnung im Vogtlandkreis.

Ganz im Sinne der Woche der Begegnung freuten sich die Veranstalter, dass auch Menschen an der Fachtagung teilnahmen, die aus eigenem Erleben oder als Angehörige wissen, was es heißt, wenn nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder eine schweren Krankheit, die das menschliche Hirn schädigen, alles „Plötzlich anders“ ist. Jutta Beiersdorf aus Radebeul schilderte im Plenum eindrucksvoll, wie sich das Leben für ihre Familie nach dem Unfall der Tochter gestaltete. Sehr einprägsam stellte Christian Hoppe aus Leipzig dar, wie ihm der Weg zurück in den beruflichen Alltag gelang.

Interessiert verfolgten die Anwesenden die Ausführungen der namhaften Referenten, die die FAW für das Rehasymposium gewinnen konnte. Dabei ging es neben den Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten einer Hirnschädigung auch immer wieder um Wege zurück ins Leben und den Beruf.

In vier Workshops und sechs Foren konnten sich die Teilnehmer zu verschiedenen Aspekten des Tagungsthemas austauschen. In seinem Abschlussvortrag sprach Roland Rosenow aus Freiburg zum „Menschenrecht auf Teilhabe“. Er endete mit den Worten:

"Streiten Sie in Ihrer Praxis um das Recht. Das Recht braucht diesen Streit."

Hier sind alle Akteure gefordert, Teilhabe auch für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen Wirklichkeit werden zu lassen.

Filmuraufführung als Höhepunkt des Symposiums

Am Abend des ersten Veranstaltungstages trafen sich die Teilnehmer des Symposiums zur Uraufführung des Films "Zurück ins Leben" im Hotel Best Western Am Straßberger Tor. Der Dokumentarfilm erzählt eindrucksvoll die Geschichte von Menschen, die sich im TagesTrainingsZentrum der Fortbildungsakademie der Wirtschaft in Oschatz auf den Schritt zurück in Arbeit vorbereiten. In einer sich anschließenden Gesprächsrunde beantworteten Protagonisten des Films Fragen der Premierengäste. So konnten die Besucher Mario Fritz erleben, der mit Anfang 20 nach einem Autounfall vor dem beruflichen Aus stand. Sein Weg „Zurück ins Leben“ war mühsam. Aber über viele kleine Etappen hat er es auch mit Hilfe der Therapeuten des TTZ geschafft, eine neue Ausbildung zu absolvieren und seinen Platz im Arbeitsleben zu finden.

Der Film bildet den dritten Teil der Veranstaltungsreihe behindert der FAW gGmbH.

Infos, Termine und Film-Trailer: www.zurück-ins-leben.info

Das diesjährige Plauener Rehasymposium endete mit dem Schlusswort der Akademieleiterin Karin Hergesell, in dem sie bereits einen Ausblick auf die nächste Tagung im Februar 2014 gab.