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Pressemitteilung – Berlin 19.09.2014

 

Berlin, 19.09.2014

Mit Prävention und Inklusion Unternehmen stärken

2. Fachtagung der Unternehmensberatung Inklusion (ubi) der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH Berlin

Der demographische Wandel und der Anstieg von psychischen Erkrankungen stellen Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen. Die „Unternehmensberatung Inklusion“ (ubi) der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Berlin hat bei ihrer zweiten Fachtagung Möglichkeiten aufgezeigt, wie Unternehmen sich darauf vorbereiten können. In der britischen Botschaft erläuterten Experten praxisfähige Möglichkeiten für Prävention und Inklusion.

Schon im Jahr 2015 wird jeder dritte Arbeitnehmer in Berlin über 50 Jahre alt sein. Arbeitgeber müssen sich deshalb auf den Anstieg des Durchschnittsalters ihrer Belegschaft und von alterstypischen  Erkrankungen vorbereiten. Immer mehr  werden von einer Schwerbehinderung betroffen sein. Schon jetzt steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen deutlich. 

„Unternehmen stehen verstärkt vor der Frage, wie sie sich für die Gesundheit ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzen können“, so der Leiter der FAW Akademie Berlin, Thorsten Voss. Deshalb berät die „Unternehmensberatung Inklusion“ (ubi) der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Berlin seit Anfang 2013 Unternehmen zu Prävention und beruflicher Wiedereingliederung. Finanziert wird das Projekt vom Integrationsamt Berlin.

Wie stark der Bedarf an Beratung ist, konnte Teamleiter Thomas Michaels in seinem Zwischenbericht des Projektes deutlich machen: Schon 438 Berliner Unternehmen haben das Angebot der Unternehmensberatung wahrgenommen. Gleichzeitig sei die Bekanntheit von ubi schon so hoch, dass zunehmend Unternehmen aktiv den Kontakt suchten, so Michaels. Entsprechend hoch war die Resonanz der rund 150 Gäste der Fachtagung. 

Prof. Dr. Carsten Schermuly von der SRH Hochschule Berlin machte in seinem Vortrag „Gute Arbeit und Gesundheit“ deutlich, welche Möglichkeiten Vorgesetzte haben, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Dies gelingt, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit als sinnvoll empfinden, Anerkennung erfahren und möglichst selbstbestimmt handeln können. Diese Faktoren bewusst und aktiv zu nutzen, wirkt sich auch positiv auf die Leistungsfähigkeit und Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

Die besonders wichtige Rolle der Führungskräfte hob auch Dr. Ute Schneider, Geschäftsführerin der FAW, bei der Podiumsdiskussion hervor, bei der Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen ihre unterschiedlichen Erfahrungen in der Einführung und der Implementierung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung, des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und in der Integration von Menschen mit Behinderung austauschten. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist Wertschätzung gegenüber unseren Mitarbeitern“, hob Nihal Koderman von DB Services, die mit der FAW zusammenarbeitet, den Stellenwert des gesundheitlichen Engagements hervor. Wie auch Annette Bramkamp vom Hotel Estrell, unterstrich sie, dass Maßnahmen nur dann zum Erfolg führen, wenn sie auf die Anforderungen und die konkrete Situation der Beschäftigten abgestimmt sind. 

Dass es gerade für kleine und mittelständische Unternehmen noch großen Informationsbedarf gibt, unterstrich Thomas Förster von der Polyprint GmbH. Dies gelte besonders für die noch ausbaufähige Kenntnis über Fördermöglichkeiten, so der Beauftragte der Landesregierung Brandenburg für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, am Rande der Veranstaltung. Unter anderem deshalb seien die Aktivitäten der Unternehmensberatung Inklusion so wichtig.

Neben dem Thema  Prävention beleuchtete die Fachtagung auch praktische Möglichkeiten z.B. der Arbeitsplatzgestaltung. Susanne Böhmig, Leiterin der Stiftung „barrierefrei kommunizieren“, stellte Hilfsmittel vor, die die Inklusion von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz ermöglichen. 

www.faw-ubi.de

Bilder von der Veranstaltung:

(Fotos: Amin Akhtar)

Blick in den Veranstaltungsbereich der Britischen Botschaft.

2. Fachtagung der Unternehmensberatung Inklusion (ubi) in der britischen Botschaft Berlin. 

Redner am Pult stehend.

 Thorsten Voss (FAW gGmbH)

Zwei Personen auf der Veranstaltungsbühne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Carsten Schermuly im Interview mit Carola Schneider.

Blick ins Publikum.

Jürgen Dusel, Landesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderung, Land Brandenburg.

Vorführung von technischen Hilfsmitteln in einer Gruppe von Menschen.

Susanne Böhmig (Stiftung "barriefrei kommunizieren") erklärt die mitgebrachten technischen Hilfsmittel.