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Teilhabe am Arbeitsleben

Eingangsbereich des Hotels.

Eingangsbereich des Hotels.

Vordere Terrasse des Hotels mit Gästen.

Vordere Terrasse des Hotels mit Gästen.

"Ein ganz normaler Alltag in einem ganz besonderen Hotel",  so beschreibt Corina Gerling, Leiterin des Beruflichen Trainingszentrums in Plauen, das Projekt. Für eine Einrichtung wie das BTZ, bei der die Integration seelisch behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt im Vordergrund steht, lag die Gründung eines Integrationsprojektes nahe.

Durch das Hotel-Projekt wurden 32 neue, dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen. Fünf junge Menschen absolvieren hier derzeit ihre Berufsausbildung. Die berufliche Praxis, die diese Menschen in einem solchen Arbeitsumfeld unter ganz realen Bedingungen erfahren, wird intensiv ergänzt und begleitet durch kompetente, behinderungsspezifische Betreuung und fachliche Anleitung. Die reguläre Arbeitstätigkeit schafft Selbstvertrauen, Stabilität und – nicht zuletzt – gesellschaftliche Anerkennung.

Nach einem 12-monatigen Training im BTZ steht ein Ziel an oberster Stelle: Ein unterschriebener Arbeitsvertrag. Die Zielrichtung ist dabei der erste Arbeitsmarkt. Dabei müssen die besonderen Belange von Menschen mit seelischer Behinderung mit den Vorgaben der Arbeitgeber in Einklang gebracht werden.
Das Integrationsprojekt Hotel bietet dafür beste Voraussetzungen, denn einerseits stellt man sich ganz den Anforderungen an das unternehmerische Können, andererseits bietet das Projekt auch besondere Möglichkeiten für die Mitarbeiter.

Alle Kollegen, ob mit oder ohne Behinderung, arbeiten Hand in Hand, wie in jedem Hotelbetrieb dieser Größenordnung. Trotzdem läuft der Prozess der Integration nicht immer ohne Probleme ab. Hotelbetrieb heißt auch, nicht geplante kurzfristige Belegungen und große Schwankungen im Gaststättenbetrieb zu verkraften. Das ist selbst für einen Mitarbeiter ohne Behinderung mit Stress und Hektik verbunden. Um wieviel stärker wirkt diese Situation erst auf einen psychisch erkrankten Menschen! Hier profitiert das Integrationshotel von der räumlichen Nähe zum BTZ. Die Möglichkeit der psychosozialen Versorgung der Mitarbeiter bis hin zur Krisenintervention glättet manche Stresssituation. Im Integrationshotel "Am Straßberger Tor" führt auch ein eventuell notwendiger längerer Klinikaufenthalt nicht zum Verlust des Arbeitsplatzes.

Die Betreuer wissen aus dem praktischen Alltag, dass eine erfüllte Teilhabe am Arbeitsleben entscheidend zum psychischen Wohlbefinden beiträgt. Dazu leistet das Integrationshotel einen entscheidenden Beitrag.
Die den Mitarbeitern entgegengebrachte professionelle Fürsorge und der respektvolle Umgang machen sich bezahlt. Das Hotel bietet eine ausgeprägt freundlichen Atmosphäre. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Der Gast merkt den Unterschied.