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Aktuelles aus dem BTZ

Workshopteilnehmer sitzen am Tisch.

Beratungslehrer zu Gast im BTZ Jena.

"Mit seelischer Gesundheit gute Schule machen"

01.06.2016

Am 19. Mai waren Beratungslehrer aus Schulen der Region zu Gast im BTZ Jena. Der Themennachmittag wurde unter dem Motto "Seelischen Krisen verantwortlich und doch gelassen begegnen" gemeinsam mit dem Schulamt Ostthüringen veranstaltet.

In der Entwicklungsphase des Erwachsenwerdens sind junge Menschen im Schulalltag vielfältigen Anforderungen ausgesetzt. Hinzu kommen Einflüsse aus dem Freundeskreis, Medien und Familie. Seelische Krisen sind dabei zwar Ausnahmesituationen, gehören aber doch zum Schulalltag. Werden diese überwunden und als Entwicklungsschritt bewältigt, stehen der Lebensplanung viele Möglichkeiten offen.

Geraten Krisen jedoch aus dem Ruder, drohen auch Lebensträume frühzeitig zu zerplatzen. Dabei ist bedeutend: In keiner Lebensphase entstehen und manifestieren sich seelische Erkrankungen häufiger als in der Jugendzeit. Für Pädagogen und Mitschüler sind dies gleichfalls herausfordernde Phasen.

Schulprojekttage als Präventionsangebot

Hier setzt die Kooperation des Schulamtes Ostthüringen mit dem BTZ Jena an. Als Initiatorin und Umsetzerin des Schulprojektes "Verrückt? Na und!" mit der Regionalgruppe Jena bietet das BTZ u.a. Schulprojekttage an, die Schüler und Lehrer stärkt, Ressourcen zur seelischen Gesundheit zu erkennen und zu nutzen. Vertreterinnen des Schulamtes überzeugt dieses Präventionsangebot.

Die Beratungslehrer erlebten im BTZ einen informationsreichen Nachmittag und konnten dabei auch eigene Ressourcen für ihre seelische Gesundheit entdecken. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, die Arbeit des BTZ und Angebote des Präventionsprojektes "Verrückt? Na und!" kennenzulernen. Durch abwechslungsreiche Methoden lernten die Lehrer Unterstützungsangebote für ihre Schüler kennen. Der sogenannte "Krisenauswegweiser" mit wichtigen Kontaktdaten von Beratungsstellen im Landkreis bot dabei einen Überblick.

Stigmatisierung von Menschen mit seelischen Erkrankungen entgegenwirken

Ebenso ist es Anliegen des Schulprojektes, Stigmatisierungen von Menschen mit seelischen Erkrankungen entgegenzuwirken; dazu sind auch persönlich betroffene Menschen am Schulprojekt beteiligt.

Der Tag endete mit einem positiven Rückmeldungen aller Beteiligten für einen gelungenen Nachmittag.

Im Entstehungsprozess ist nun u.a. eine Kooperation mit der Berufsschule für Gesundheit und Soziales in Jena, deren Beratungslehrerin das Schulprojekt überzeugt hat.

Seit 2015 unterstützt auch die Stadt Jena das Projekt, dass bereits 2014 durch das BTZ in Jena initiiert wurde.

Regionalgruppen zu "Verrückt? Na und!" gibt es mittlerweile in vielen Regionen Deutschlands, mehr Informationen unter: www.verrückt-na-und.de