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Aktuelles aus der FAW

Illustration eines Titelblattes.

Illustration, Titelblatt Fachmagazin-Artikel.

Teilnehmer des TTZ Kamen „endlich angekommen“ – Berufliche Rehabilitation im TagesTrainingsZentrum (TTZ) der FAW

24.09.2018

Plötzlich auftretende Spätfolgen eines schweren Unfalls im Alter von fünf Jahren unterbrachen die berufliche Laufbahn des 28-jährigen Sebastian Budweg. Dank des TagesTrainingsZentrums (TTZ) der FAW arbeitet er heute als Seniorenbetreuer.

„Wir lernten den damals 22-jährigen Sebastian Budweg im Rahmen unseres ambulanten Angebotes für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen kennen. Schon im ersten Gespräch äußerte er den Wunsch, gern mit betagten Menschen zu arbeiten. Daher ermöglichten wir ihm Praktika in Senioreneinrichtungen, die seinen Berufswunsch festigten und seine Eignung als Seniorenbetreuer bestätigten”, erinnert sich Monika Versmann, die Leiterin des TTZ Kamen.

Ziel war die langfristige Integration auf dem Arbeitsmarkt. Dafür war aktive Begleitung vor Beginn und während der Arbeitsaufnahme wichtig. In der anschließenden 6-monatigen Trainingsphase im TTZ erhielt Sebastian Budweg z-B. Unterstützung, um Aufgaben besser zu planen und sein Arbeitstempo zu steigern. Gleichzeitig bekam er psychologische Unterstützung, um die Krankheitsverarbeitung und Steigerung der Selbständigkeit in den Fokus zu nehmen.

Nach wenigen Monaten organisierte das TTZ für ihn ein Integrationspraktikum in einer Tagespflege für Senioren in Kamen. Mit Ende der 6-monatigen Trainingsphase bekam er einen befristeten Arbeitsvertrag in Teilzeit und bezog eine eigene kleine Wohnung in Kamen. Zur Sicherung des Arbeitsverhältnisses unter den neuen Bedingungen unterstützen wir Sebastian Budweg für weitere sechs Monate mit einer ambulanten Integrationsbegleitung, dem Jobcoaching am Arbeitsplatz. Zusätzlich war es wichtig, die Arbeitskollegen mitzunehmen und sie im Umgang mit Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen zu coachen.

Selbstständig arbeiten und leben

Nach sechs Jahren engmaschiger Unterstützung durch das TagesTrainingsZentrum führt Sebastian Budweg inzwischen ein weitgehend selbständiges Leben – beruflich in seinem Wunschjob, privat in einer eigenen gemütlichen Wohnung und einem festen Bekanntenkreis. Sein Fazit: „Die Mitarbeiterinnen des TTZ Kamen haben mich über lange Jahre hin in allen Lebenslagen begleitet – und alles mitgemacht. Das war eine super Arbeit. Es war ein langer Weg, aber ich bin endlich angekommen.“

Die gute Arbeit im TagesTrainingsZentrum (TTZ) Kamen hat sich auch im Netzwerk herumgesprochen: Auf Anfrage des Fachmagazins „not“ – einer Fachzeitschrift für Schädel-Hirn-verletzte Menschen und Schlaganfall-Patienten sowie deren Angehörige, Therapeuten und Einrichtungen – konnten wir unsere Arbeit gemeinsam mit unserem Teilnehmer Sebastian Budweg in der „Titelstory“ umfassend vorstellen.

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Erschienen im Fachmagazin "not - Hirnverletzung, Schlaganfall und sonstige erworbene Hirnschäden", Ausgabe 5/2018
(mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt von der not-Redaktion).