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Aktuelles aus der FAW

Der Minister überreicht eine Urkunde.

Minister Stefan Grüttner und Michaela Weiß, Akademieleiterin FAW Hanau. Fotos: berufundfamilie gGmbH.

Gruppenfoto der Unternehmensvertreter.

Unterzeichner der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Die Formulare liegen zur Unterzeichnung auf dem Tisch.

Die Charta liegt bereit – den Wortlaut können Sie mit Klick auf den weiterführenden Link am Ende des Beitrags einsehen.

FAW Akademie Hanau unterzeichnet hessische Charta "Beruf und Pflege vereinbaren"

22.07.2015

Die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH in Hanau übernimmt gesellschaftliche Verantwortung und unterzeichnet die Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Hanau –  Die Verantwortung für einen pflegebedürftigen Menschen in der Familie ist für pflegende Angehörige, die berufstätig sind, eine enorme Herausforderung. Da sich die Pflege über Jahre hinziehen kann, sind Erhalt der Gesundheit und Prävention auch für die Pflegenden wichtig. Wie viele andere Unternehmen in Hessen hat auch die FAW gGmbH in Hanau dies erkannt und beteiligt sich neben der Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Hessen, vertreten durch deren Leiter Dr. Frank Martin und der Deutsche Rentenversicherung Hessen, vertreten durch Birgit Büttner, Dr. Stefan Hoehl und Gabriele Kailing an der hessischen Initiative "Beruf und Pflege vereinbaren", um ihre Beschäftigten zu entlasten.

Fachkräftesicherung ist dabei nur ein Aspekt einer pflegesensiblen Personalpolitik.

"Als Partner der Wirtschaft im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements," betont Akademieleiterin Michaela Weiß, "ist es für uns selbstverständlich, unseren eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur im Bereich der Kindererziehung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, sondern auch bei allen Herausforderungen, die die Pflege von Angehörigen aufwirft."

Die FAW gGmbH und die weiteren Charta-Unterzeichner übernehmen im Schulterschluss mit der Politik gesellschaftliche Verantwortung und gestalten aktiv die Zukunft von Pflege und Beruf.

Von einer offenen Kommunikationsstruktur, über flexible Arbeitszeitmodelle und Führungskräfteschulungen, bis hin zum gezielten Wissensmanagement reichen die Ideen, die entwickelt und eingeführt werden können, um pflegende Beschäftigte wirksam zu unterstützen.

Charta für Arbeitgeber rückt das Thema Pflege in den Vordergrund

Familienminister Stefan Grüttner bedankte sich am 16. Juli im Haus der Wirtschaft bei allen, die sich für das Thema engagieren. Bei der diesjährigen Chartaverleihung sind neben der FAW gGmbH weitere 34 Unterzeichner der hessischen Initiative beigetreten und haben, wie bereits 51 Organisationen vor ihnen, die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterzeichnet.

"Das Interesse an dem Thema ist riesig. Wir sind in 2013 mit 11 Erstunterzeichnern gestartet und werden heute schon bei 86 Unternehmen sein, die gesellschaftliche Verantwortung für einen wichtigen Bereich übernehmen und sich dazu bekennen, Angehörigen, die pflegen, nicht nur keine Steine in den Weg zu legen, sondern diese Lebensleistung zu unterstützen. In Hessen werden drei Viertel der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt und fast ausschließlich von Angehörigen versorgt, oft neben ihrer Berufstätigkeit: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit Pflegeaufgaben bleibt erwerbstätig. Ihr Alltag gleicht einem kaum zu bewältigenden Kraftakt und sie sind gesundheitlich ganz besonders belastet. Sie brauchen unsere volle Unterstützung – und ich danke Ihnen allen, die dies leisten", betonte Minister Stefan Grüttner.

Dass sie dies auch als eine wirtschaftliche Notwendigkeit sehen, erläuterten auch die Co-Initiatoren Dr. Stefan Hoehl, Geschäftsführer bei der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände VhU, Stefan Becker, Geschäftsführer von berufundfamilie gGmbH und Detlef Lamm, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen:

"Dieses Investment lohnt sich auch ökonomisch, denn wir sprechen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihren besten Jahren, mit reichlich Erfahrung und häufig in wichtigen Schlüsselpositionen. Sie gezielt zu stärken ist nicht nur menschlich und sozial verantwortlich, sondern auch unternehmerisch klug und weitsichtig."

Damit nehmen hessische Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Denn die hessische Initiative im Zusammenschluss zwischen Politik und Wirtschaft mit ihrer Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist einmalig in Deutschland und findet bundesweite Aufmerksamkeit.

Über die Initiative "Beruf und Pflege vereinbaren"

Gemeinsam mit der hessischen Initiative "Beruf und Pflege vereinbaren" des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, der AOK – die Gesundheitskasse in Hessen –, der berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – und des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft e. V. haben erstmals 2013 elf hessische Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen die Charta unterzeichnet. Mittlerweile sind es fast 90 Unternehmen, deren gemeinsames Ziel es ist, für das Thema Pflege zu sensibilisieren und Lösungen zu finden, die pflegenden Mitarbeitern und Arbeitgebern gleichermaßen gerecht werden. Die hessische Initiative unterstützt sie mit Fachveranstaltungen, Kompetenztrainings und der Schulung betrieblicher Pflege-Guides, der Chartaverleihung sowie dem Webportal www.berufundpflege.hessen.de.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Landes Hessen und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Gruppenfoto vergrößern...

(Fotos: berufundfamilie gGmbH)

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