Betriebliche Ausbildung Jugendlicher mit Behinderung als Chance

Petia Stolpe (FAW-Akademie Bielefeld, li.) und Björn Hagen (FAW-Fachbereichsleiter Reha, re.) berichten dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe (Mitte) von ihren Erfahrungen mit der betrieblichen Ausbildung für behinderte Jugendliche.

Pressemitteilung: FAW gGmbH berichtet auf Veranstaltung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Die ambulante berufliche Ausbildung von Jugendlichen bietet eine Chance, dem Mangel an Auszubildenden und Arbeitskräften wirkungsvoll zu begegnen. So der Tenor der Veranstaltung "Inklusive Ausbildung für Jugendliche mit Behinderung – Drohendem Arbeitskräftemangel jetzt begegnen" in Berlin. Auf Einladung der Veranstalter, des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, sowie der Bundesagentur für Arbeit, berichtete die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH von ihren umfangreichen Erfahrungen in der ambulanten betrieblichen Ausbildung Jugendlicher.

45.000 Jugendliche mit Behinderung werden derzeit überbetrieblich ausgebildet und bekommen keine Chance, in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes Erfahrungen zu sammeln. Dem stehen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im September bundesweit ca. 20.000 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Die Anstrengungen "Unternehmen und Jugendliche mit Behinderung zusammenzubringen", sollten verstärkt werden, so Hubert Hüppe.

Die FAW gGmbH setzt ambulante und betriebsnahe Projekte zur Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung seit Jahren erfolgreich um. Am Info-Stand der FAW gGmbH berichteten eine Auszubildende und ein Ausbilder des Jugendgästehauses Bielefeld gemeinsam mit der zuständigen Mitarbeiterin der FAW-Akademie Bielefeld den zahlreichen Besuchern der ausgebuchten Veranstaltung aus der Praxis. Ihr Fazit: Reha-Ausbildungen in betrieblicher Form und mit entsprechender Unterstützung sind erfolgreich.

Ebenfalls die Ausbildung behinderter Jugendlicher in Kooperation mit Betrieben zum Thema hat das Modellprojekt "TrialNet", an dem die FAW gGmbH mit ihrer Akademie Bielefeld beteiligt ist. Ziel des Projektes, das vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH in Nürnberg durchgeführt wird, sei es, mit Ausbildungsbausteinen individuelle Lernwege von behinderten Jugendlichen zu gestalten und Ausbildungsbetriebe zu gewinnen, so der Fachbereichsleiter Rehabilitation der FAW gGmbH, Björn Hagen.

Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland, so Björn Hagen, sei eine lebhafte Diskussion über die Umsetzung der Inklusionsforderung entstanden. Die betreute betriebsnahe Reha-Ausbildung leiste hier einen wichtigen Beitrag.

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