ARCHIV 2009

 

 

BTZ Jena feiert einjähriges Bestehen

v.l.n.r.: Antje Oehmchen (Leitungsteam Autismus-Ambulanz Leipzig,), Lena Falkenthal (Autismus-Ambulanz Leipzig), Nadine Bauer (BTZ-Leiterin), Ursula Klebert (Fachbereichskoordinatorin Reha der FAW)

Vor einem Jahr öffnete das BTZ Jena seine Pforten für die ersten drei Teilnehmer zur beruflichen Wiedereingliederung. Mittlerweile befinden sich mehr als 30 Jugendliche und Erwachsene mit seelischer Behinderung oder psychischer Erkrankung dort auf dem Weg der beruflichen Rehabilitation und Integration. Unter ihnen auch Jugendliche, die unter Autismus-Störungen leiden.

Anlässlich des Jubiläums berichteten Antje Oehmchen von der Autismusambulanz in Leipzig und ihre Kollegin Lena Falkenthal, ebenfalls Mitarbeiterin der Autismusambulanz, zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen (ASS), einem Spektrum von unterschiedlich schweren Autismus-Ausprägungen.

Die Betroffenen stellen besondere Bedürfnisse an Tagesablauf, die Gestaltung von Arbeitsplatz- und Ablauf, so die Expertinnen. Hohe Belastungen gelte es zu vermeiden, aufgrund reduzierter Selektionsfähigkeit drohe leicht Reizüberflutung.
Diesen Handicaps, so Antje Oehmchen, stünden charakteristische Stärken wie besondere Sorgfalt, hohe Motivation, Zuverlässigkeit, Loyalität oder Ehrlichkeit gegenüber.
"Einige von ihnen besitzen ein bewundernswertes Gedächtnis", so Lena Falkenthal.

Wirtschaftsminister besucht FAW in Merseburg

Uda Heller (Bundestagsabgeordnete), Frank Bannert (Landrat Saalekreis), Thomas Schmidt (Akademieleiter FAW Merseburg), Dr. Reiner Haseloff (Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalt)

Der Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, hat bei seinem Besuch in der FAW Merseburg die Arbeit der Akademie als "absolute Spitzenleistung"  bezeichnet.

Zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Uda Heller (CDU) und dem Landrat des Saalekreises Frank Bannert (CDU) überzeugte er sich von der erfolgreichen Umsetzung des zu 75% durch den Europäischen Sozialfonds geförderten Programms "Zukunft mit Arbeit" in der "Arbeitsfabrik" der FAW.

Dort durchlaufen die Teilnehmer unter realistischen Bedingungen verschiedene Abteilungen, recherchieren nach offenen Stellen und versenden Bewerbungen. Durch individuelle Förderung steigen ihre Chancen auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben deutlich. Bisher konnten bereits 34 Teilnehmer in ein Arbeitsverhältnis vermittelt werden.

Im Herbst 2008 waren landesweit 26 Projekte gestartet worden, um Langzeitarbeitslosen die Rückkehr in eine reguläre Beschäftigung zu ermöglichen. Die Arbeitsfabrik der Akademie Merseburg wurde einbezogen, da sie das Problem der Arbeitslosigkeit "am besten aufgegriffen" habe, so Minister Haseloff. Die FAW verstehe ihr Handwerk und sei ein "fester Bestandteil der Bildungslandschaft".


Aufstieg wird gefördert

Frau am Computer im Unterrichtsraum/©FAW

Bund und Länder investieren zusätzlich 272 Millionen Euro in die Aufstiegsfortbildung

Sie sagen uns, welchen Fernlehrgang Sie absolvieren möchten und wir beraten Sie zu den Möglichkeiten der staatlichen Förderung.
Am 01.07.2009 ist das "Zweite Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (2. AFBGÄndG)" mit einer Vielzahl von Verbesserungen für Fortbildungswillige in Kraft getreten.
Das "Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)" – das sogenannte "Meister-BAföG" – verfolgt die Ziele, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und sie zu Existenzgründungen zu ermuntern.

In den nächsten vier Jahren werden Bund und Länder gemeinsam etwa 272 Millionen Euro zusätzlich in die Aufstiegsfortbildung investieren, wobei der Bund rund 212 Millionen Euro übernimmt.
Nach neuem Recht haben jetzt alle Antragssteller einen Anspruch auf die Förderung einer Aufstiegsfortbildung. Damit können erstmals auch diejenigen, die bereits eine selbstfinanzierte Fortbildung absolviert haben, für mindestens eine weitere Maßnahme unterstützt werden.
Wer seine Fortbildung besteht, erhält rund 48 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss vom Staat.
Die Neuerungen sowie Antworten und Hilfen bei allen Fragen rund um das "Meister-BAföG" finden Sie im Internet unter www.meister-bafoeg.info

Einladung zum 9. Plauener Reha-Symposium

Forum beim Reha-Symposium 2008/©FAW

Die Akademie Plauen lädt für den 13. und 14. Oktober 2009 zum 9. Plauener Reha-Symposium ein.

Das Thema der diesjährigen Fachtagung lautet: "Gemeinsames Ziel – individuelle Wege. Junge behinderte Menschen und Teilhabe".

Im Fokus der Fachvorträge im Plenum und der Diskussionen in den sechs Foren werden Probleme junger behinderter Menschen von der Vorbereitung in der Schule, über die Berufsorientierung, in der Berufsausbildung und beim Übergang ins Arbeitsleben stehen. Aber auch die Teilhabe der jungen Menschen am Leben in der Gesellschaft soll diskutiert werden.

Für all diese Themen konnte die Akademie Plauen kompetente Referenten gewinnen, die mit ihren Fachvorträgen im Plenum bzw. Statements in den Foren sicher eine gute Diskussionsgrundlage legen werden.

Über den genauen Ablauf informieren Sie sich bitte im Programmflyer.

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte das Online-Anmeldeformular.

In drei Monaten zum E-Moderator

Interaktive Online-Ausbildung startet im September

Meetings, Seminare oder Teamberatungen werden immer häufiger online durchgeführt. Das spart Unternehmen viel Zeit und letztlich bares Geld für Fahrt- und Reisekosten. Um online effizient zu moderieren, bedarf es aber besonderer Kenntnisse. Deshalb hat die Virtuelle Akademie der Fortbildungsakademie der Wirtschaft FAW gGmbh in Leipzig gemeinsam mit der teambits GmbH Darmstadt eine neue Ausbildung zum E-Moderator entwickelt.

Innerhalb von drei Monaten  bekommen Seminarteilnehmer die entscheidenden Qualifikationen, um Online-Meetings erfolgreich zu moderieren.  Die Ausbildung richtet sich vor allem an Moderatoren, Trainer und Unternehmensberater. 

„Die zukünftigen E-Moderatoren lernen bei uns von Anfang an den praktischen Einsatz digitaler Moderationstools“, so Gabriele Hartung, die seit fünf Jahren die Virtuelle Akademie der FAW leitet. Zu Beginn erfahren die Teilnehmer wie sie ihre gewohnten Werkzeuge der „Offline-Moderation“, wie beispielsweise Punkt-Abfragen, Brainstorming und Gewichtung, virtuell umsetzen.

Der zweite Teil umfasst Methodik, Didaktik sowie wichtige Feinheiten der digitalen Kommunikation bis hin zum Umgang mit problematischen Gruppen. Wie während des ganzen Kurses wird auch bei der abschließenden Prüfung, in der ein Workshop simuliert wird,  auf starken Praxisbezug Wert gelegt.

Die Trainer sind Experten in Moderation, Teleteaching und digitalen Moderationswerkzeugen. Die Pädagogin Gabriele Hartung ist seit mehr als 15 Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Dr. Peter Tandler, Geschäftsführer der teambits GmbH, ist Informatiker und berät seit langem Unternehmen und Organisationen zum Einsatz elektronischer Medien.

Die berufsbegleitende Ausbildung ist ortsunabhängig. Nach einem Kickoffseminar werden alle Module online vermittelt. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf zehn begrenzt. Die Ausbildung zum E-Moderator dauert vom 1. September bis zum 30. November 2009 und umfasst 65 Stunden. Anmeldeschluss ist der 14. August 2009.

Die FAW Akademie Dortmund entwickelte in Kooperation mit der JobCenter-ARGE Dortmund ein Integrationsprojekt für gehörlose Menschen.

Der nachfolgende Artikel über das Projekt erschien in "Argumente – Magazin der JobCenter-ARGE Dortmund".

Hier können Sie sich den Artikel auch als PDF-Datei (173 KB) herunterladen.

Wenn Hände sprechen und Augen hören – Gezielte Qualifizierung für Gehörlose

Kursteilnehmer an Schulbänken, die aufmerksam dem Seminarleiter beobachten

Aufmerksamkeit, Konzentration und Kollegialität prägen den Umgang im Seminar.

René Ramon-Neumann arbeitet im Reha/SB-Team der JobCenterARGE Dortmund. Reha wie Rehabilitation, SB wie Schwerbehinderung. Seine vorrangige Aufgabe ist es, schwer behinderte Arbeitslose in Ausbildung und Beschäftigung zu vermitteln.
„Wir betreuen in Dortmund einen ungewöhnlich großen Anteil gehörloser Kunden“, berichtet René Ramon-Neumann. Der Hintergrund zu dieser Besonderheit: In Dortmund gibt es spezialisierte Schulen für gehörlose Kinder und Jugendliche und z. B. den Integrationsfachdienst im Zentrum für Gehörlosenkultur. So hat sich hier über Jahre ein umfangreiches Gehörlosen-Netzwerk aufgebaut.

Die Kommunikation mit unseren gehörlosen Kunden stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen“, berichtet René Ramon-Neumann. Um sich besser verständigen zu können, haben einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ARGE bereits Kurse in Gebärdensprache belegt. Da die Gebärdensprache eine vollwertige Sprache ist, die eigenen grammatikalischen Strukturen folgt, ersetzen diese Kurse einen Gebärdensprachdolmetscher nicht.
„Wichtig war jedoch für uns, dass wir einige grundlegende Gebärden und vor allem viel über die Gehörlosenkultur gelernt haben,“ betont René Ramon-Neumann. Das bedeutet zum Beispiel, dass sich Gehörlose als Sprach- und Kulturgemeinschaft und nicht als Behindertengruppe verstehen. Das Nicht-Hören ist für sie Teil des Lebens und kein absoluter Mangel. Erfreulicherweise steigt in den vergangenen Jahren die Zahl Gehörloser mit guter Berufsausbildung oder Hochschulabschluss. Doch insgesamt sind es immer noch viel zu wenig. Im Vergleich zu den USA ist die Zahl sogar äußerst gering.

Klassenzimmer mit Kursteilnehmern, die sich in Gebärdenspräche unterhalten

Nachfragen und keine Missverständnisse im Raum stehen lassen – dieses Prinzip übt Seminatleiter Ralf Kirchhoff mit den Kursteilnehmern.

Mit den bestehenden Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Behinderte ist Gehörlosen nur wenig geholfen, entschied das Reha/SB-Team. Und so entwickelt die ARGE in Kooperation mit der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH derzeit ein Integrationsprojekt für Gehörlose, das passgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. In der zwischen neun und zwölf Monate dauernden Maßnahme lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ihr Schrift-Deutsch zu verbessern, ihre Bewerbungsunterlagen aussagekräftig zu gestalten und ihre Kommunikationsfähigkeit mit Hörenden zu verbessern.
„Wir fördern intensiv Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Flexibilität oder Problemlösungsverhalten“, berichtet Claudia König, Koordinatorin des Bereichs Berufliche Rehabilitation bei der FAW in Dortmund. Denn häufig kommt es im Arbeitsleben von Gehörlosen zu Missverständnissen zwischen Hörenden und Gehörlosen. In Rollenspielen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer z. B., in unklaren Situationen lieber einmal mehr nachzufragen als ungeklärte Situationen im Raum stehen zu lassen. Das Team der FAW in Dortmund im Bereich Gehörlosen-Fortbildung bilden die Theologin Sabine Heinrich und die Sozialpädadogen Ralf Kirchhoff und Nanette Fetz. Sie alle beherrschen die Gebärdensprache und verfügen über umfassende Kenntnisse der Gehörlosenkultur. Ralf Kirchhoff, selbst gehörlos, weiß: „Gehörlose Kinder hörender Eltern – und das ist mit 90 % der größte Teil – wachsen oft sehr behütet auf. Wir spornen unsere Kursteilnehmer an, selbst die Initiative zu ergreifen und sich aktiv um die Integration ins Berufsleben zu bemühen.“
Wichtiger Bestandteil der Qualifizierungsmaßnahme ist deshalb das fachpraktische Training. Jeder Teilnehmer soll ein Praktikum in einem Betrieb absolvieren. Dabei stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FAW in Dortmund sowohl den Arbeitgebern, als auch den Praktikanten vor allem in der ersten Einarbeitungsphase zur Seite. Sie unterstützen die Arbeitgeber, wenn diese ihre Praktikanten in Arbeitsbereiche einweisen oder die Handhabung von Maschinen und Werkzeugen erklären. Sie unterrichten die Praktikanten aber auch praktikumsbegleitend, wenn fachliche Defizite aufgearbeitet werden müssen. Das Integrationsprojekt für Gehörlose läuft seit März 2008. Insgesamt arbeiten 24 Gehörlose in zwei Gruppen daran, ihre Chancen für die Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern.

Modernes Fernlernen am 4. Bundesweiten Fernstudientag

Fernstudientagbesucher an Rechnern/©FAW

Über die neuen Möglichkeiten des Fernlernens an den Standorten der Fernakademie der Wirtschaft konnten sich die Besucher am Fernstudientag in verschiedenen Städten vor Ort informieren.

Neben den schriftlichen Lernmaterialien wurden von den Interessenten vor allem die Diskussionsforen und der Virtuelle Klassenraum mit Begeisterung aufgenommen.
Bei einer Probelektion zur Nutzung des Online-Angebotes konnte jeder gleich selbst aktiv werden und mit Besuchern und Dozenten verschiedener Standorte ins Gespräch kommen.

Fragen nach dem richtigen Lehrgangsangebot, der passenden Lernmethode oder den staatlichen Fördermöglichkeiten wurden beantwortet.

Sie haben diesen Termin leider verpasst?
Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin für ein persönliches Informationsgespräch.

Dresden        beate.franze@faw-dresden.de
Hamburg       carmen.borchers@faw-hamburg.de
Hanau           ulrich.lilienthal@faw-hanau.de
Leipzig          verena.fippel@faw-leipzig.de
Paderborn     baerbel.vogt@faw-paderborn.de
Plauen          olav.winter@faw-plauen.de

Virtuelle Akademie   gabriele.hartung@faw-va.de

Sehen Sie hier weitere Bilder vom Fernstudientag 2009.

Zurück