ARCHIV 2008

 

 

Eröffnung der 2. Veranstaltungsreihe von b:hindert

Am 23. Oktober 2008 wurde das 2. Projekt der Veranstaltungsreihe b:hindert  "manchmal möchte ich lieber auf dem Kopf gehen" in den Hamburger Mozartsälen im Logenhaus eröffnet.
Thomas Holm, Akademieleiter der FAW Hamburg und offizieller Gastgeber, begrüßte die über 200 anwesenden Gäste in einer kurzen Ansprache. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sprachen Björn Hagen, Leiter des Fachbereichs Rehabilitation der FAW, Angela Urban von "irre menschlich" e. V., Ursula Borchert von KISS Hamburg und Sibylle Woermann von der Jungheinrich AG, Sozial- und Suchtberatung.

Schauspielerin Katrin Hilti in „Mein Leben mit Borderline“ (Foto: Thomas Müller / www.mueller-foto.com)


Anschließend feierte nach einer kurzen Einführung von Stefanie Weiss, Leiterin der Zentralabteilung Öffentlichkeitsarbeit der FAW, das einstündige Theaterstück und Kernstück der Veranstaltung mit den Schauspielern Katrin Hilti und Bruno Bachem seine Premiere.

Sechs der insgesamt zwanzig ausgewählten und prämierten Texte des von der FAW im Jahr 2007 veranstalteten Literaturwettbewerbs wurden in einer Inszenierung des Hamburger Dramaturgen Jürgen Apel auf die Bühne gebracht:

In den für die Bühne adaptierten Werken haben die Teilnehmer des Literaturwettbewerbs ihre spezifischen Erfahrungen und ihre Lebenssituation rund um die seelische Behinderung oder psychische Erkrankung festgehalten.

Schauspieler Bruno Bachem in „90 Minuten“ (Foto: Thomas Müller / www.mueller-foto.com)


Begleitend zum Thema waren 22 Kunstwerke (Bilder und Skulpturen) von seelisch behinderten bzw. psychisch erkrankten Künstlern (u.a. von Mitgliedern der Künstlergruppe KIK des Hamburger Klinikums Ochsenzoll) sowie Informationstexte zu verschiedenen seelischen Behinderungen und psychischen Erkrankungen zu sehen und zu lesen.

Besucher des Ausstellungsteils der Veranstaltung in den Mozartsälen (Foto: Thomas Müller / www.mueller-foto.com)


Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein Buffet und Zeit für Gespräche und das Knüpfen neuer Kontakte.
Das Projekt geht nun – wie auch schon in den Jahren 2004-07 die Wanderausstellung über Menschen mit Behinderung – auf Tournee durch Deutschland. Die nächsten Stationen sind das BTZ Neuwied am 27.11.2008 und das BTZ Jena am 10.12.2008.
Weitere Informationen und der die Veranstaltung begleitende Katalog als PDF finden sich auf der Homepage www.b-hindert.net.
Dort werden auch die Tourdaten veröffentlicht und fortlaufend aktualisiert.
Anfragen und weitere Informationen erhalten Sie unter behindert@faw-pr.de

„Porträt – Bildnis“ von Gregorius Belik (KIK) Skulptur „Widersprüchlichkeit“ von Antje Launer (Foto: Meike Demski)


"Manchmal möchte ich lieber auf dem Kopf gehen"

Das 2. Projekt der Veranstaltungsreihe

Der Schauspieler Bruno Bachem bei Proben auf der im Hintergrund schwarzen Bühne

Der Schauspieler Bruno Bachem bei den Proben. (Foto: Thomas Müller/mueller-foto.com)


Im Focus des 2. Projektes unserer Veranstaltungsreihe "b:hindert" stehen Menschen mit seelischen Behinderungen und psychischen Erkrankungen.
Ende des Jahres 2007 hatten wir einen Literaturwettbewerb bundesweit ausgeschrieben - gerichtet an Menschen, die unter einer solchen seelischen Behinderung/psychischen Erkrankung leiden oder die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und beschäftigen. Die Teilnehmer waren aufgerufen, in einem kurzen Monolog ihre spezifische Erfahrung und Lebenssituation rund um die seelische Behinderung niederzuschreiben.
Wir haben daraufhin sehr, sehr viele Texteinsendungen erhalten. Eine Jury hat inzwischen aus der Menge der Einsendungen die besten Texte ausgewählt und prämiert.

Die ausgewählten Texte werden veröffentlicht und in einem Theaterstück zur Aufführung gebracht. Der Hamburger Dramaturg Jürgen Apel hat eine sensible und ausgesprochen eindringliche Inszenierung der Texte zusammen mit den Schauspielern Katrin Hilti und Bruno Bachem erarbeitet.

Das Projekt wird neben der ca. einstündigen Aufführung eine Ausstellung mit Werken (Bildern und Skulpturen) seelisch behinderter/psychisch kranker Künstler zeigen. Ebenso wird es einen umfangreichen Informationsteil zu vielen Krankheitsbildern und Behinderungen geben.

Nach der Premiere im Oktober 2008 in Hamburg wird das Projekt auf Tournee durch Deutschland gehen. Anfragen und weitere Informationen erhalten Sie unter pr@faw-pr.de.

Die Schauspielerin Katrin Hilti bei den Proben zur Inszenierung

Die Schauspielerin Katrin Hilti bei den Proben zur Inszenierung. (Foto: Thomas Müller/mueller-foto.com)


20.000 Euro Prämie für ein gelungenes Konzept zum Gesundheitserhalt am Arbeitsplatz

Die Akademie Merseburg der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gemeinnützige Gesellschaft mbH erhält für ihr Betriebliches Eingliederungsmanagement eine hochdotierte Auszeichnung.

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement – kurz BEM – ermöglicht ein frühzeitiges Reagieren und Agieren bei Arbeitsunfähigkeit eines Mitarbeiters. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist mit dem § 84 SGB IX geschaffen worden. Das Ziel des BEM ist, die Arbeitsunfähigkeit von Mitarbeitern zu überwinden, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen und den Arbeitsplatz des betroffenen Mitarbeiters zu erhalten.  
BEM bedeutet also auch, durch präventive Maßnahmen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit aller Beschäftigten zu fördern. Maßnahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements sind alle Aktivitäten, die zur Wiedereingliederung eines Mitarbeiters nach längerer Arbeitsunfähigkeit erforderlich sind.

Die Preisverleihung

Das Landesverwaltungsamt prämiert 1 x jährlich Unternehmen für die vorbildliche und gelungene Einführung und Umsetzung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements. Über die Prämierung entscheidet eine Auswahlkommission, der Beratende Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt gem. § 103 SGB IX.

Als Preisträger kommen Arbeitgeber in Betracht, die die Beschäftigungsquote für schwerbehinderte Menschen erfüllen und bereits Integrationsvereinbarungen (BEM-Betriebsvereinbarungen) abgeschlossen und mindestens ein Jahr erfolgreich umgesetzt haben.
Mit dem Merseburger Konzept über die Einführung des BEM und mit der Umsetzung konnte die FAW gGmbH den o. g. Ausschuss überzeugen. Im April 2008 erhielt die Merseburger Akademie der FAW die ausgeschriebene Prämie in Höhe von 20.000 Euro.

Pressetermin mit dem Merseburger Akademieleiter Thomas Schmidt, seiner Mitarbeiterin Ilka Reifegerste (r.) und Jana Bauer vom Integrationsamt /©FAW

Pressetermin mit dem Merseburger Akademieleiter Thomas Schmidt, seiner Mitarbeiterin Ilka Reifegerste (r.) und Jana Bauer vom Integrationsamt


Das TOTAL-E-QUALITY-Prädikat für die FAW gGmbH

Das TOTAL-E-QUALITY-Logo

Die FAW gGmbH wird zum dritten Mal in Folge mit dem TOTAL-E-QUALTIY-Prädikat für Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung ausgezeichnet.
TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Chancengleichheit zu etablieren, nachhaltig zu verankern und damit einen Paradigmenwechsel in der Personalpolitik herbeizuführen.
Dieses Ziel ist erreicht, wenn Begabung, Potenzial und Kompetenz der Geschlechter gleichermaßen (an-)erkannt, einbezogen und gefördert werden - ein hoher Anspruch, vor allem an die Personalpolitik.

Für beispielhaftes Handeln im Sinne einer an Chancengleichheit ausgerichteten Personalführung vergibt der Verein das TOTAL E-QUALITY-Prädikat.

Das Prädikat zeichnet Unternehmen, Organisationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, die eine an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik verfolgen.
Das Prädikat besteht für 3 Jahre.
 
Die FAW erhält das Prädikat  u.a., weil der Anteil der weiblichen Führungskräfte mit 66 Prozent sehr hoch liegt. Auch der Anteil der Führungskräfte, denen es ermöglicht wird, in Teilzeit zu arbeiten, liegt im Vergleich deutlich höher als der Durchschnitt. Der FAW wird bescheinigt, sich in vorbildlicher Weise um die Weiterbildung der eigenen Fachkräfte (insbesondere nach der Rückkehr aus der Elternzeit) zu kümmern, auch die weitreichende generelle Personalentwicklung wird belobigt.

Literaturwettbewerb und Ausstellung zum Thema seelische Behinderungen/psychische Erkrankungen

Ende 2007 veranstaltete die FAW einen Literaturwettbewerb zum Thema „Seelische Behinderungen / Psychische Erkrankungen“. Die Teilnehmer waren aufgerufen, in einem kurzen Monolog ihre spezifische Erfahrung und Lebenssituation festzuhalten.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern für ihre Einsendungen bedanken!
Unter den zahlreichen Texten hat die Jury nun die Gewinner und Gewinnerinnen ausgewählt. Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen, da unter der Vielzahl von guten Texten nur eine bestimmte Anzahl ausgezeichnet werden konnte.

Die ausgewählten Texte werden prämiert, veröffentlicht und ein Teil auch in einer szenischen Lesung aufgeführt. Diese ist Teil des neuen Projekts der FAW, einer eintägigen Veranstaltung zum Thema "Seelische Behinderungen / Psychische Erkrankungen", die nach einer Vorbereitungsphase ab Oktober 2008 beginnen wird. Neben der szenischen Lesung soll die Veranstaltung auch eine Ausstellung mit Werken seelisch behinderter/psychisch kranker Künstler, einen Informationsteil und gegebenenfalls eine begleitende Fachtagung zum Thema beinhalten.

Geplante Termine der Tour der Veranstaltung und nähere Informationen werden demnächst auf dieser Homepage bekannt gegeben.

Auf diesem Weg möchten wir den Gewinnerinnen und Gewinnern des Literaturwettbewerbs nochmals ganz herzliche Glückwünsche aussprechen.

Die Preisträger sind:

Marie Belle                        Ralf Hilbert                    Gertrude B.
Carola Lehmann                Katja Marzahn               Jan Michaelis
Lydia Moll                         Melanie Mollnar              Annet Pohl
Silke Porath                      Eva Quick                     Ursula Rossel Escalante Sanchez
Andrea Rothenburg            Vanessa Schade           Menschenkind
Julia Schulz                       Marina Gerdes               Sara Magdalena von Schnecke
Annegret Winkel-Schmelz                                      Heike Wolff

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